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Roche vereinbart vier weitere AIDS-Technologietransfers, um die lokale Herstellung in den ärmsten Ländern der Welt zu fördern

Kategorie: Pharma/Medizin | Eingetragen am 9. Januar 2008 um 09:43 Uhr

Unentgeltliches Know-how für Hersteller in Bangladesch, Kenia, Tansania und Simbabwe

Roche gab heute vier weitere Technologietransfers mit lokalen Herstellern in Afrika und Asien bekannt. Partner sind die Unternehmen Regal Pharmaceuticals in Kenia, CAPS Holdings in Simbabwe, Shelys Pharmaceuticals in Tansania und Beximco Pharmaceuticals Ltd in Bangladesch. Im Rahmen des Roche-Technologietransferprogramms erhalten diese Unternehmen unentgeltlich das technische Know-how zur Herstellung eines Anti-HIV-Generikums auf der Basis der Produktionsprozesse für Saquinavir, dem Roche-Medikament für die Zweitlinientherapie1 der HIV-Infektion.

Seit dem Beginn des Programms vor zwei Jahren hat Roche bereits mit neun Unternehmen in Afrika südlich der Sahara und in den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt Vereinbarungen über einen Technologietransfer abgeschlossen. Insgesamt haben 35 Hersteller aus 15 in Frage kommenden Ländern ihr Interesse am Programm bekundet, darunter Kenia, Ghana, Simbabwe und Nigeria. Roche wird weiter mit jedem einzelnen Gesuchsteller Gespräche führen, um die Produktionsmöglichkeiten zu beurteilen.

William M. Burns, CEO der Division Pharma von Roche, erklärte: “Diese neuen Vereinbarungen unterstreichen den anhaltenden Beitrag unseres Technologietransferprogramms zur Stärkung und zum Ausbau der lokalen Produktionskapazitäten für HIV-Medikamente in ressourcenarmen Ländern. Inzwischen fassen mehr lokale Hersteller den Ausbau der Produktion von unverzichtbaren Medikamenten ins Auge – damit erweist sich dieses nach wie vor sehr gut angenommene Roche Programm als innovativer Vorreiter der Förderung nachhaltiger Lösungen für eine verbesserte medizinische Versorgung von HIV-Infizierten und AIDS-Kranken überall dort, wo es am nötigsten ist.”

Zusätzlich zu diesen vier neuen Vereinbarungen hat Roche das Technologietransferprogramm durch Schulungsseminare für lokale Hersteller in Afrika südlich der Sahara und in den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt erweitert. Diese Seminare konzentrieren sich auf die Entwicklung verbesserter Herstellungsprozesse und bieten ein Forum für Roche, um ihr Wissen und ihre Erfahrung mit denjenigen zu teilen, denen weniger Ressourcen zur Verfügung stehen. Das auf diese Weise erworbene Wissen versetzt die lokalen Hersteller in die Lage, ihre Produktionsfähigkeit zu verbessern und ihr Know-how in der Arzneimittelproduktion zu erweitern, auch über die Herstellung von Medikamenten gegen HIV hinaus.

Rahul Malhotra, Leiter Gute Herstellungspraxis und Formulierungen, Shelys Pharmaceuticals, Tanzania, bestätigte: “Die praktische Unterstützung durch Roche ist sehr lehrreich für mein Team; dank ihr können wir unsere gesamten technischen Prozesse und Qualitätssysteme verbessern. Wir sind begeistert von dieser Partnerschaft und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Roche im Rahmen dieser Initiative, um den Bedürfnissen der an HIV leidenden Menschen in unserem Land gerecht zu werden und den Zugang zu diesen so dringend benötigten Medikamenten zu verbessern.”

Das engagierte Roche-Team betreibt die Technologietransfers sowohl vor Ort in den Produktionsbetrieben in den vier Ländern als auch vom Roche-Hauptsitz in der Schweiz aus. Die Unternehmen werden dadurch in der Lage sein, Saquinavir herzustellen, um den Bedarf in allen afrikanischen Ländern südlich der Sahara und in den gemäss UNO-Definition am wenigsten entwickelten Ländern zu decken, da Roche in diesen Ländern keine Patente auf antiretrovirale Medikamente anmeldet.

Über das Technologietransferprogramm von Roche
Das im Januar 2006 angekündigte Technologietransferprogramm von Roche hat zum Ziel, lokalen Herstellern das zur Produktion von Anti-HIV-Generika erforderliche technische Know-how zur Verfügung zu stellen. Hersteller in afrikanischen Staaten südlich der Sahara und in den am wenigsten entwickelten Ländern, die Saquinavir-Generika für die Verwendung in diesen Ländern produzieren möchten, brauchen keine freiwillige Lizenz, da Roche sich im Rahmen ihrer weltweiten Politik verpflichtet hat, ihre Patentrechte auf Anti-HIV-Medikamente in diesen Ländern nicht durchzusetzen. Interessierte Hersteller sind aufgerufen, mit dem Projektmanager des Technologietransferprogramms im Büro von Roche Kenia Kontakt aufzunehmen. Die E-Mail-Adresse lautet: info.aidstechtransfer@roche.com.

Interessierte lokale Hersteller der nachstehend aufgeführten Länder sind eingeladen, mit Roche Kontakt aufzunehmen, um das Technologietransferprogramm zu besprechen: Äquatorialguinea, Äthiopien, Afghanistan, Angola, Bangladesch, Benin, Bhutan, Botswana, Burkina Faso, Burundi, Côte d’Ivoire, Demokratische Republik Kongo, Demokratische Republik Osttimor, Djibouti, Eritrea, Gabun, Ghana, Gambia, Guinea, Guinea-Bissau, Haiti, Jemen, Kambodscha, Kamerun, Kapverdische Inseln, Kenia, Kiribati, Komoren, Kongo, Lesotho, Liberia, Madagaskar, Malawi, Malediven, Mali, Mauritius, Mauretanien, Mosambik, Myanmar, Namibia, Nigeria, Nepal, Niger, Ruanda, Salomon-Inseln, Sambia, Samoa, Sao Tomé und Principe, Senegal, Seychellen, Sierra Leone, Simbabwe, Somalia, Südafrika, Swasiland, Togo, Tschad, Tuvalu, Uganda, Vanuatu, Vereinigte Republik Tansania, Volksrepublik Laos und Zentralafrikanische Republik.

Über die Patent- und Preispolitik von Roche
Unabhängig von ihrem Technologietransferprogramm behält Roche ihre gegenwärtige Preis- und Patentpolitik für Entwicklungsländer bei. In den Staaten, die von der UNO als die am wenigsten entwickelten Länder eingestuft worden sind, meldet Roche keine Patente für irgendeines ihrer Medikamente an. In den am wenigsten entwickelten Ländern und in den afrikanischen Staaten südlich der Sahara meldet Roche keine Patente für neue Anti-HIV-Medikamente an. Roche unternimmt in diesen Ländern auch nichts gegen den Verkauf oder die Herstellung von Generika ihrer antiretroviralen Medikamente. Generika ihrer Anti-HIV-Medikamente können demnach in den am wenigsten entwickelten Ländern und in den Staaten südlich der Sahara ohne Einholung einer freiwilligen oder obligatorischen Lizenz produziert werden. Roche bietet ihre beiden HIV-Proteasehemmer Invirase und Viracept in den am wenigsten entwickelten Ländern und in afrikanischen Staaten südlich der Sahara zu Selbstkostenpreisen für Direktlieferungen ab Roche Basel an.

Über Roche
Roche mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist ein global führendes, forschungsorientiertes Healthcare-Unternehmen in den Bereichen Pharma und Diagnostika. Als weltweit grösstes Biotech-Unternehmen trägt Roche mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die der Früherkennung, Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten dienen, auf breiter Basis zur Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität von Menschen bei. Roche ist der weltweit bedeutendste Anbieter von In-vitro-Diagnostika sowie von Krebs- und Transplantationsmedikamenten, nimmt in der Virologie eine Spitzenposition ein und ist ferner auf weiteren wichtigen therapeutischen Gebieten aktiv, darunter Autoimmun-, Entzündungs- und Stoffwechselkrankheiten sowie Erkrankungen des Zentralnervensystems. 2006 erzielte die Division Pharma einen Umsatz von 33,3 Milliarden Franken und die Division Diagnostics Verkäufe von 8,7 Milliarden Franken. Roche unterhält Forschungs- und Entwicklungskooperationen und strategische Allianzen mit zahlreichen Partnern. Hierzu gehören auch Mehrheitsbeteiligungen an Genentech und Chugai. Jedes Jahr investiert Roche etwa 7 Milliarden Franken in Forschung und Entwicklung. Roche beschäftigt weltweit rund 75’000 Mitarbeitende. Weitere Informationen finden Sie unter www.roche.com.

Quelle: Roche



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