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Studienergebnisse bestätigen erneut den Nutzen von Avastin für Brustkrebspatientinnen

Kategorie: Pharma/Medizin | Eingetragen am 13. Februar 2008 um 09:41 Uhr

Zweite Phase-III-Studie mit Avastin zur Erstbehandlung von metastasierendem Brustkrebs erreicht primären Endpunkt. Die Studienergebnisse bestätigen erneut den Nutzen von Avastin für Brustkrebspatientinnen

Eine Phase-III-Studie mit dem Roche-Medikament Avastin (Bevacizumab) hat ihren primären Endpunkt erreicht: Die Studie hat gezeigt, dass Avastin in Kombination mit einer Docetaxel-Chemotherapie bei Frauen mit metastasierendem Brustkrebs die Überlebenszeit ohne Fortschreiten der Krankheit wirksamer verlängert als eine Behandlung mit Docetaxel allein. Diese Erkenntnis stammt aus der ersten Analyse der Phase-III-Studie „Avastin and Docetaxel“ („AVADO“, BO17708), welche die kombinierte Anwendung von Docetaxel und Avastin in den Dosierungen von 7,5 oder 15 mg/kg alle drei Wochen untersuchte. In beiden Dosierungen zeigte Avastin plus Chemotherapie im Vergleich zur Chemotherapie allein eine statistisch signifikante Verbesserung der Überlebenszeit ohne Fortschreiten der Krebskrankheit. Ein Vergleich der beiden Dosierungen von Avastin war in der Studie nicht vorgesehen.

In dieser Studie ergaben sich keine neuen Bedenken in Bezug auf die Sicherheit von Avastin.

Dr. David Miles, Onkologe am Mount Vernon Hospital in Grossbritannien und leitender Prüfarzt der AVADO-Studie, zeigte sich erfreut über die Ergebnisse: „Jedes Jahr wird weltweit bei über einer Million Frauen Brustkrebs diagnostiziert, und mehr als 400’000 Frauen sterben an der Krankheit. Diese Studie hat nun bestätigt, dass Avastin in der kombinierten Anwendung mit einem häufig eingesetzten Chemotherapeutikum die Zeitdauer, während der sich die Krankheit nicht verschlimmert, wirksam verlängert. Diese gewonnene Zeit ist für die Betroffenen sehr wertvoll.“

Die im Rahmen der Studie gesammelten Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit der kombinierten Anwendung von Avastin plus Docetaxel werden an einem der nächsten medizinischen Kongresse vorgestellt.

Die positiven Ergebnisse aus dieser zweiten Phase-III-Studie folgen den kürzlich veröffentlichten Resultaten aus der wichtigen E2100-Studie, aufgrund welcher die Europäische Kommission im März 2007 Avastin in Kombination mit Paclitaxel für die Erstbehandlung von metastasierendem Brustkrebs zugelassen hat. Die E2100-Studie hat gezeigt, dass sich bei Frauen mit metastasierendem Brustkrebs die Überlebenszeit ohne Fortschreiten der Krankheit verdoppelt, wenn sie nicht nur mit Paclitaxel, sondern mit Paclitaxel plus Avastin behandelt werden.

Über die BO17708-Studie
Die BO17708-Studie ist eine internationale Phase-III-Studie, an der 736 Frauen mit zuvor nicht behandeltem metastasierendem Brustkrebs teilnahmen. Die Studienteilnehmerinnen wurden nach dem Zufallsprinzip einer von drei Behandlungsgruppen zugeteilt:

– 7,5 mg/kg Avastin alle drei Wochen in Kombination mit Docetaxel
– 15 mg/kg Avastin alle drei Wochen in Kombination mit Docetaxel
– Docetaxel + Placebo (als Kontrollgruppe)

Das primäre Ziel der Studie bestand darin, in Bezug auf das progressionsfreie Überleben die Überlegenheit der zwei Kombinationstherapien mit Avastin gegenüber der Kontrollgruppe aufzuzeigen. Als sekundäre Endpunkte untersuchte die Studie unter anderem die Gesamtüberlebensdauer, die Ansprechrate, die Ansprechdauer, die Lebensqualität, die Sicherheit und die Verträglichkeit.

Über Avastin
Die Daten aus dem umfassenden klinischen Entwicklungsprogramm mit Avastin gegen Krebskrankheiten haben zu Zulassungen zur Behandlung von fortgeschrittenem Dickdarm-, Brust-, Lungen- und Nierenkrebs geführt:

– Februar 2004 (USA) und Januar 2005 (EU): Erstlinienbehandlung bei Patienten mit metastasierendem Dickdarmkrebs
– Juni 2006 (USA): Zweitlinienbehandlung bei Patienten mit metastasierendem Dickdarmkrebs
– Oktober 2006 (USA): Erstlinienbehandlung bei Patienten mit fortgeschrittenem, nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC)

– März 2007 (EU): Erstbehandlung von Patientinnen mit metastasierendem Brustkrebs
– April 2007 (Japan): Behandlung von Patienten mit rezidivierendem (erneut auftretendem) oder fortgeschrittenem Dickdarmkrebs

– August 2007 (EU): Erstlinienbehandlung bei Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC
– Dezember 2007 (EU): Erstlinienbehandlung bei Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (RCC)
– Januar 2008 (EU): Erstlinienbehandlung und spätere Behandlungslinien in Kombination mit jeder beliebigen Chemotherapie bei Patienten mit metastasierendem Dickdarmkrebs

Über Roche
Roche mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist ein global führendes, forschungsorientiertes Healthcare-Unternehmen in den Bereichen Pharma und Diagnostika. Als weltweit grösstes Biotech-Unternehmen trägt Roche mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die der Früherkennung, Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten dienen, zur Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität von Menschen bei. Roche ist der weltweit bedeutendste Anbieter von In-vitro-Diagnostika sowie von Krebs- und Transplantationsmedikamenten, nimmt in der Virologie eine Spitzenposition ein und ist ferner auf weiteren wichtigen therapeutischen Gebieten aktiv, darunter Autoimmun-, Entzündungs- und Stoffwechselkrankheiten sowie Erkrankungen des Zentralnervensystems. 2007 erzielte die Division Pharma einen Umsatz von 36,8 Milliarden Franken und die Division Diagnostics Verkäufe von 9,3 Milliarden Franken. Roche unterhält Forschungs- und Entwicklungskooperationen und strategische Allianzen mit zahlreichen Partnern – hierzu gehören auch Mehrheitsbeteiligungen an Genentech und Chugai – und hat 2007 über 8 Milliarden Franken in die Forschung und Entwicklung investiert. Roche beschäftigt rund 79’000 Mitarbeitende.

Quelle: Roche



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