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Das Konzept des Bundesrates löst das Atommüllproblem nicht

Kategorie: Energie/Versorger | Eingetragen am 2. April 2008 um 16:14 Uhr

Der heutige Bundesratsentscheid zur Suche nach neuen Atommülllager-Standorten löst das Problem nur scheinbar. Der heute verabschiedete Konzeptteil mit den drei Etappen löst das Problem nicht, sondern verschiebt die entscheidenden und sicherheitsrelevanten Fragen lediglich auf später – wohl bewusst auf die Zeit nach der Abstimmung über neue Atomkraftwerke. Für die SES ist dieses Vorgehen unehrlich.

Der Bundesrat hat heute den Konzeptteil zum Sachplan Geologische Tiefenlager genehmigt und somit den Startschuss für die Suche nach Standorten für die Entsorgung radioaktiver Abfälle gegeben.

Die SES weist darauf hin, dass der Sachplan Geologische Tiefenlager das Problem der radioaktiven Abfälle nur scheinbar lösen kann. Die entscheidenden und unlösbaren Fragen, wie etwa die Langzeitsicherheit und die Finanzierung, müssen erst in der dritten Etappe beantwortet werden. Damit hofft der Bundesrat wohl darauf, dass die schwerwiegendsten Argumente gegen die Atomtechnologie vor der Abstimmung über neue AKW nicht aufkommen werden.

Sachplan und Geologie hin oder her, Atommüll bleibt für 1 Million Jahre giftig. Die technischen und sozialen Herausforderungen sind für diese Zeiträume nicht beherrschbar. Die einzige Lösung ist, die Atommüllproduktion einzustellen und das Problem somit zu beschränken.

Die SES würde es begrüssen, wenn die Bevölkerung vor der Abstimmung über neue AKW (ca 2012) nicht mit Scheinlösungen beruhigt, sondern von Seiten des Bundesrates mit ehrlichen Informationen bedient würde.

Quelle: SES Schweizerische Energie-Stiftung



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