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Bilanz von Pro Helvetia im Jahr 2007

Kategorie: Kultur | Eingetragen am 22. April 2008 um 10:12 Uhr

Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia hat 2007 bewiesen, dass ihre Anstrengungen für eine schlanke Administration Wirkung zeigen. Sie verfügte im vergangenen Jahr über einen Bundesbeitrag von 32 Millionen Franken. Davon gab sie 14.7% für administrative Aufwände aus. Die übrigen Mittel flossen in Kulturprojekte sowie eigene kulturelle Leistungen. Inhaltliche Akzente setzte Pro Helvetia mit dem Volkskultur-programm «echos» und dem Austauschprogramm «La belle voisine» mit Frankreich. Die Debatte rund um die Kulturgesetze prägte das Stiftungsumfeld.

Im Jahr 2007 hat Pro Helvetia 21.8 Millionen Franken für Förderbeiträge gesprochen. 5.4 Millionen Franken investierte die Stiftung in eigene kulturelle Leistungen. Darunter fallen der Betrieb der Aussenstellen, die Realisierung von Programmen sowie die Erstellung und der Vertrieb von Kulturinformationen über die Schweiz. Die Administrationskosten beliefen sich auf 4.7 Millionen Franken. Erfolgreich gestärkt wurden im Rahmen des Programms «La belle voisine» die kulturellen Bande zu Frankreich: Von Januar bis März 2007 beteiligten sich über 300 Schweizer Künstlerinnen und Künstler an 160 Veranstal-tungen in der Region Rhône-Alpes. Mit «echos – Volkskultur für morgen» bereitet Pro Helvetia seit mehr als einem Jahr gemeinsam mit 15 Kantonen die künftige Förderung von Volkskultur vor.

Wenig finanzieller Spielraum
Der Kreditrahmen 2007 belief sich auf 32 Millionen Franken. Dies ist eine Million weniger als in der Bundesfinanzplanung ursprünglich vorgesehen und als im Vorjahr zur Verfügung stand. Während die Stiftung in absoluten Zahlen ihre Administrationskosten weiter senken konnte, musste sie gegenüber dem vorigen Jahr anteilsmässig eine leichte Zunahme von 14.4% auf 14.7% in Kauf nehmen. Grund dafür ist die kurzfristige Budget-reduktion, die nicht durch weitere Sparmassnahmen aufgefangen werden konnte. Zusätzlich schmälern administrative Vorgaben des Bundes den finanziellen Spielraum der Stiftung, so der Systemwechsel bei der Bundespensionskasse Publica, der Teuerungsausgleich für das Personal sowie Mehraufwände für Kontrollsysteme. Seit Anfang 2008 wendet Pro Helvetia den Rechnungslegungsstandard für Non-Profit-Organisationen gemäss ZEWO an. Damit erhofft sie sich ein noch transparenteres Kostenmanagement.

Zukunftsperspektiven
Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen das künftige Kulturförderungsgesetz (KfG) und das revidierte Pro-Helvetia-Gesetz, welche das Parlament zur Zeit diskutiert. Pro Helvetia hofft, dass die Gesetze so bald als möglich behandelt werden, und dass die Stiftung ihre Autonomie erhalten und Flexibilität gewinnen kann.

Quelle: Pro Helvetia



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