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Die Universität Basel hat 2007 zahlreiche Meilensteine gesetzt, die ihre Zukunft massgeblich bestimmen und prägen

Kategorie: Bildung und Forschung | Eingetragen am 24. April 2008 um 10:30 Uhr

Mit dem Inkrafttreten des Staatsvertrages über die gemeinsame Trägerschaft durch die beiden Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft erlebte die Universität Basel 2007 eine entscheidende Zäsur in ihrer fast 550-jährigen Geschichte. Die im Hinblick auf die erweiterte Trägerschaft von der Universität Basel erarbeitete Strategie für die Jahre 2007–2013 legt den Rahmen für die zukünftige Ausrichtung der Universität fest und implementiert neue Instrumente zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, zur Zusammenarbeit unter den Wissenschaften und zur leistungsorientierten Mittelvergabe. Nach wie vor steigende Studierendenzahlen, eine national und international gut bewertete Forschung, zahlreiche nach Basel berufene exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie ein erfreulicher Jahresabschluss belegen, dass die Universität Basel auf ein erfolgreiches 2007 zurückblicken kann.

Für die Universität bedeutete der Übergang zum Jahr 2007 eine historische Zäsur, da das seit langem verfolgte Ziel der Erweiterung der Trägerschaft erreicht wurde. Der Inkraftsetzung des Staatsvertrages zwischen Basel-Stadt und Basel-Landschaft gingen umfangreiche Vorarbeiten in den politischen Gremien, den kantonalen Verwaltungen und in der universitären Administration voraus. Mit dem Staatsvertrag wurde der Universitätsrat als oberstes Entscheidungsorgan der Universität auf elf gewählte Mitglieder erweitert. Neu wird ein Mitglied auf Vorschlag der Regenz gewählt. Mit der neuen Trägerschaft verbreitert die Universität ihre Basis und schafft damit gute Voraussetzungen, um die Herausforderungen der Zukunft im sich verschärfenden nationalen und internationalen Wettbewerb zu meistern.

Die Zukunft gestalten
Die unter der Leitung von Rektor Prof. Dr. Antonio Loprieno erarbeitete Strategie für die zwei Leistungsauftragsperio den 2007–2009 und 2010–2013 zeigt die Perspektiven der künftigen Entwicklung der Universität Basel auf. Eine weitere Profilierung insbesondere in den Bereichen „Life Sciences“ und „Kultur“, die Unterstützung bei der Schaffung von Kompetenzzentren als Ort der interdisziplinären Zusammenarbeit, neue Instrumente zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie die leistungsorientierte Mittelvergabe dienen dem Ziel, Exzellenz, Attraktivität und Konkurrenzfähigkeit der Universität in Lehre und Forschung zu sichern.

Steigende Studierendenzahlen, neue Berufungen und Kooperationen
Auch im Jahre 2007 haben sich wieder mehr Studierende an der Universität Basel eingeschrieben. Die Gesamtzahl der Studierenden stieg um 4,7 % auf 10’770. Mittelfristig ist jedoch von einer Konsolidierung dieses Wachstums auszugehen. Die Universität Basel bekennt sich zur Volluniversität, die ein möglichst vielfältiges, auf die Forschung abgestütztes Lehrangebot anbietet. Die Bachelorprogramme richten sich primär auf die nationale Nachfrage aus, während die Masterprogramme und Doktorate sich am internationalen Forschungswettbewerb orientieren. Kooperationen mit anderen Universitäten sind ein wesentliches Element der Profilierung. Der mit der Universität Zürich abgeschlossenen Zusammenarbeitsvereinbarung kommt in dieser Hinsicht eine besondere Bedeutung zu. 2007 folgten zahlreiche exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einem Ruf an die Universität Basel. Zudem brachte das Berichtsjahr eine Harmonisierung der Semesterdaten im Zuge der Bolognareform. Nach einer Übergangsphase im Sommer 2007 lösten ein Herbst- und ein Frühjahrssemester die bisherigen Sommer- und Wintersemester ab.

Qualitätssicherung
Die Universität Basel hat die Anpassung ihrer Studienstrukturen an das Bolognamodell abgeschlossen. Der Bolognaprozess zielt insgesamt auf eine vermehrte Transparenz und Effizienz sowie insbesondere auch auf die Sicherung der Qualität des Hochschulsystems. Die Schweiz hat diese Forderung bereits 1999 im Hochschulförderungsgesetz festgeschrieben und knüpft die Ausrichtung von Subventionen an Hochschulen an deren Akkreditierung auf der Basis einer regelmässigen Qualitätsprüfung. Die Universität Basel hat im Berichtsjahr eine Qualitätsstrategie auf Basis des Modells der European Foundation for Quality Management entwickelt, die den erlassenen Qualitätsstandards entspricht. Im Mai 2008 wird das seit 2001 mit der Sicherung und Förderung der Qualität von Lehre und Forschung an den schweizerischen Hochschulen beauftragt Organ für Akkreditierung und Qualitätssicherung (OAQ) erstmals eine Qualitätsüberprüfung, ein so genanntes „Quality Audit“, der Schweizer Universitäten durchführen, das in erster Linie das von der jeweiligen Institution in eigener Verantwortung entwickelte Qualitätssystem zum Gegenstand hat.

Raumstrategie
Der räumlichen Entwicklung der Universität Basel kommt im Rahmen der Umsetzung der Strategie eine fundamentale Bedeutung zu. In engster Zusammenarbeit mit den kantonalen Instanzen wurden im Berichtsjahr erste wichtige Grundlagen gelegt. Die beiden Basler Regierungen haben im Oktober 2007 ihre Absicht bekundet, die Life-Sciences auf den Arealen Schällemätteli und Voltamatte zu konzentrieren. Die Planungsarbeiten zur Verwirklichung sind in vollem Gang und ein Projektierungskredit für einen ersten Neubau auf dem Schällemätteli soll noch im laufenden Jahr den beiden Parlamenten in Basel-Stadt und Basel-Landschaft vorgelegt werden. Die aktuelle Raumnot wird durch den im Berichtsjahr beschlossenen Umzug der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät an den Bahnhof SBB im Februar 2009 sowie die Umsiedlung von Teilen der Geisteswissenschaften in den frei werdenden Rosshof gelindert. Bereits im Lauf des Jahres 2007 konnten die drei romanistischen Institute an die Maiengasse, das ehemalige Domizil der Juristischen Fakultät, umziehen. Das Gebäude ist vorher sanft renoviert und auf den neuesten Stand gebracht worden. Diese Verschiebungen tragen dazu bei, längerfristig eine universitäre Campusmeile auf der Achse Petersplatz (Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften) – Schällemätteli (Life Sciences) – Brückenkopf Volta (Exakte Wissenschaften und Nano Sciences) zu bilden. Offen bleibt vorerst, ob auch geeignete Areale im Kanton Basel-Landschaft in dieses Konzept einer Campusbildung einbezogen werden sollen.

Erfreulicher Jahresabschluss
Bei einem Gesamtaufwand von 528 Mio. Franken kann die Universität Basel für das Berichtsjahr ein positives Jahresergebnis in der Höhe von 7,6 Mio. Franken vorweisen. Der erfreuliche Jahresüberschuss ist zum Teil auf eine Reihe von einmaligen oder erstmaligen Effekten auf der Aufwand- wie auch auf der Ertragsseite zurückzuführen, die in Zusammenhang mit dem Inkrafttreten des Staatsvertrags stehen. Ein direkter Vergleich mit dem Abschluss 2006 ist deshalb nicht möglich. Auf der Aufwandseite fallen insbesondere die erstmals für die Lehre und Forschung der Klinischen Medizin in den Universitätsspitälern abgegoltenen 79 Mio. Franken sowie die neu zu bezahlende Grundmiete für die durch den Kanton Basel-Stadt zur Verfügung gestellten Liegenschaften in der Höhe von 23,5 Mio. Franken ins Gewicht. Diesen erheblichen Mehraufwendungen stehen wesentlich höhere Globalbeiträge der beiden Basler Kantone (BS: 125,5 Mio. Fr.; BL: 127,5 Mio. Fr.) gegenüber. Zum positiven Jahresabschluss tragen aber auch höhere Bundesbeiträge und angestiegene Beiträge der übrigen Kantone gemäss Interkantonaler Vereinbarung bei. Mit diesem Jahresergebnis hat die Universität Basel eine solide Basis für die beiden verbleibenden Jahre der ersten Leistungsperiode des Staatsvertrages sowie für eine nachhaltige und an der Strategie ausgerichtete Entwicklung erfolgreich gelegt.

Quelle: Universität Basel



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