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Den Sommer sicher geniessen

Kategorie: Immobilien | Eingetragen am 3. Juli 2008 um 12:03 Uhr

Was gibt es im Sommer Schöneres als einen Sprung ins kühlende Nass. Und wer ein Schwimmbad sein Eigen nennen kann, ist in der warmen Jahreszeit besonders privilegiert. Für spielende Kinder kann ein ungenügend gesicherter Pool jedoch zur tödlichen Falle werden. Und der Eigentümer haftet, falls er nicht die notwendigen Vorkehrungen getroffen hat. Innerhalb des Baubewilligungsverfahrens gibt es keine Vorschriften zu einer Absturzsicherung. Die hier eigentlich anzuwendende Norm SIA 358 Geländer und Brüstungen wird nicht direkt angewendet. In der Stadt Zürich wird jedoch z. B. gefordert, dass das Grundstück um den Swimmingpool ausreichend eingezäunt ist und dadurch kein Zutritt für Unbefugte besteht. Ist ein Pool für mehrere Eigentümer zugänglich und das Grundstück nicht ausreichend gesichert, muss dieser selbst eingefriedet werden.

Richtlinien des bfu zur Unfallverhütung

Speziell Kleinkinder müssen während des Aufenthaltes am Wasser beaufsichtigt werden. Für die übrige Zeit ist der Einsatz einer soliden Schwimmbadabdeckung notwendig. Diese sollte aus Sicherheitsgründen nur mittels eines Schlüssels- oder Tippschalters betätigt werden können. Zwischen Bedienungsschaltung und Swimmingpool sollte zudem Sichtkontakt bestehen. Nur so kann gewährleistet werden, dass Sie während des Öffnens und Schliessens Ihre Verantwortung durch Kontrolle wahrnehmen können. Zwischen Beckenrand und Abdeckung darf keine Öffnung vorhanden sein und die Abdeckung sollte sich auch nicht manuell verschieben lassen können.

Haftung des Schwimmbadeigentümers

Der Eigentümer eines Gebäudes oder eines anderen Werkes (bspw. Swimmingpool) haftet für Schäden, welche aufgrund seiner fehlerhaften Anlage oder dem mangelhaften Unterhalt verursacht werden. Diese so genannte Werkeigentümerhaftung ist eine strenge Haftung, weil das Verschulden des Eigentümers keine Haftungsvoraussetzung darstellt. Die persönliche Situation des Haftpflichtigen ist dabei ebenfalls nicht relevant. Ein Werk gilt im rechtlichen Sinne als mangelhaft, wenn es für den Gebrauch, zu dem es bestimmt ist, keine genügende Sicherheit bietet. In der Regel haftet der Werkeigentümer nur dann nicht, wenn er nachweisen kann, dass er beim Unterhalt und bei der Erstellung alle objektiv erforderlichen und zumutbaren Sicherheitsvorkehrungen getroffen hat. Ist damit zu rechnen, dass Kinder zu dem Pool gelangen, so sind spezielle Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.

Versicherungsmöglichkeiten

Haftungsfälle sollten bei Einfamilienhausbesitzern über die Privathaftpflichtversicherung gedeckt sein. Wenn sich jedoch der gemeinsame Swimmingpool in einer Wohnsiedlung mit vielen einzelnen Stockwerkeigentümern oder Reihenfamilienhäusern befindet, müsste zusätzlich eine Gebäudehaftpflichtversicherung von der Gemeinschaft abgeschlossen werden. Eine solche Versicherung ist sehr empfehlenswert, denn damit kann unter Umständen ein finanzieller Ruin verhindert werden. Hingegen Schäden am Swimmingpool selbst infolge beispielsweise Sturm oder Hagel sind nicht über die allgemeine Gebäudeversicherung gedeckt. Dafür muss eine spezielle Zusatzversicherung abgeschlossen werden. Es lohnt sich, für den eigenen Swimmingpool den Versicherungsschutz abzuklären und gegebenenfalls eine solche Zusatzversicherung abzuschliessen.

Quelle: HEV Schweiz



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