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Zuversichtlich in allen Geschäftsbereichen: Phoenix Mecano: Ungebrochener Aufwärtstrend im 1. Halbjahr 2008

Kategorie: Industrie | Eingetragen am 8. August 2008 um 07:01 Uhr

Stein am Rhein/Kloten, 8. August 2008. Die Phoenix Mecano-Gruppe, ein führendes Technologie-Unternehmen auf den Gebieten der Gehäusetechnik und der industriellen Komponenten, konnte im ersten Halbjahr 2008 bei Auftragseingang, Umsatz und Betriebsergebnis wiederum zulegen. Die Verbesserungen wurden einmal mehr von der umsatzstärksten Sparte Gehäusetechnik getragen. Auch in den Sparten Mechanische Komponenten und ELCOM/EMS gelangen Steigerungen, denen im Berichtszeitraum allerdings nicht wiederkehrende Einmalaufwendungen gegenüber standen. Die Integration der akquirierten Firmen Datatel und Wiener verläuft planmässig.

Der konsolidierte Bruttoumsatz stieg im ersten Halbjahr 2008 um 9,4% auf € 222 Mio. gegenüber € 203 Mio. im ersten Halbjahr 2007. Bereinigt um Veränderungen im Konsolidierungskreis betrug das Wachstum 3,1%. Währungsbereinigt resultierte ein Wachstum von 10,7%. Der Auftragseingang stieg im Berichtszeitraum um 9,9%.

Das Betriebsergebnis erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 7,4% von € 21,7 Mio. auf € 23,3 Mio. Die Betriebsergebnismarge liegt somit stabil bei 10,5% gegenüber 10,7% im 1. Halbjahr 2007. Dieser leichte Rückgang wurde von Einmalaufwendungen in den Sparten Mechanische Komponenten und ELCOM/EMS verursacht. Bei den Mechanischen Komponenten resultieren die Kosten aus den bereits kommunizierten Massnahmenpaketen zur Rentabilisierung der Sparte, die noch im laufenden Jahr abgeschlossen werden. Auch hier werden im zweiten Halbjahr keine substantiellen Einmalaufwendungen mehr erwartet. Bei ELCOM/EMS ergeben sich die nicht wiederkehrenden Aufwendungen hauptsächlich aus der Integration der Anfang 2007 erworbenen MCT-Gruppe. In diesem Zusammenhang wird ein Fertigungsstandort in Reichenschwand/Deutschland geschlossen. Ein Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter wurde ausgearbeitet. Auch hier erwarten wir im zweiten Halbjahr keine nennenswerten Aufwendungen mehr. Daher ist in beiden Sparten im zweiten Halbjahr eine um saisonale Einflüsse bereinigte bessere Rentabilität zu erwarten.

Die gestiegenen Rohmaterialkosten konnten teilweise an die Kunden weitergegeben werden. Die Gruppe verzichtete darüber hinaus auf einige Projekte im US-Markt, die aufgrund der verschlechterten Wechselkursverhältnisse nicht mehr kostendeckend gewesen wären und passte die Kapazitäten in diesem Markt den neuen Verhältnissen an. Die im Vorjahr abgeschlossene Betriebsverlagerung eines Montagewerks von Deutschland nach Tunesien machte sich auf der Kostenseite positiv bemerkbar. Allerdings verzeichnete die Gruppe neben Materialkostensteigerungen auch erhöhte Aufwendungen für Personal, Transporte und Energie. Durch sorgfältiges Kostenmanagement in allen Bereichen und ein besonderes Augenmerk auf das kontinuierliche Ausnützen auch kleinster Einsparpotentiale gelang es dem Unternehmen jedoch in diesem schwierigen Umfeld, die Kostensteigerungen zu kontrollieren.

Der betriebliche Cashflow der Gruppe stieg um 5,4% von € 29,7 auf € 31,3 Mio.

Das Periodenergebnis nach Steuern betrug € 17,7 Mio. nach € 16,1 Mio. im 1. Halbjahr 2007. Dies entspricht einer Steigerung von 9,9%.

Die Nettoverschuldung ging auf € 12,6 Mio. nach € 16,9 Mio. per Mitte 2007 zurück. Der hohe freie Cashflow der vergangenen 12 Monate wurde neben der Reduktion der Nettoverschuldung hauptsächlich wie folgt eingesetzt:

  • Dividendenzahlung in Höhe von rund € 6 Mio.
  • Finanzierung des Aktienrückkaufprogramms im Umfang von rund € 18 Mio.
  • Akquisitionen der SL System- & Lineartechnik (Sparte Mechanische Komponenten), Datatel (Sparte ELCOM/EMS – Photovoltaik) und Wiener (ebenfalls ELCOM/EMS – u.a. Stromversorgungen für das Einsatzgebiet Nuklearforschung)
  • Finanzierung des organischen Wachstums

Entwicklung der Sparten

Die Sparte Gehäusetechnik entwickelte sich weiterhin ausgezeichnet. Der Umsatz stieg um 7,5% auf € 87,2 Mio. nach € 81,1 Mio. im Vorjahr. Das Betriebsergebnis konnte sogar überproportional um 13,6% von € 17,6 Mio. auf € 20 Mio. zulegen. Hauptwachstumstreiber waren einmal mehr Anwendungen im Bereich Oil&Gas. Auch das Systemgeschäft mit Folientastaturen entwickelte sich dank innovativer Produkte und einer verbesserten Produktionslogistik positiv. Zweistellige Zuwachsraten wurden in Fernost, insbesondere in China erzielt, während im US-Markt eine leichte Konjunkturabschwächung spürbar war. Die vor zwei Jahren erstmals in Betrieb genommenen Produktionskapazitäten für Aluminiumgehäuse in Indien werden in den kommenden Jahren kontinuierlich weiter ausgebaut.

Die Sparte ELCOM/EMS entwickelte sich unter Ausklammerung einmaliger Aufwendungen im Zusammenhang mit in den letzten 18 Monaten getätigten Akquisitionen ansprechend. Insgesamt stieg der Umsatz um 22,1% von € 44,3 Mio. auf € 54,1 Mio. Das Betriebsergebnis ging von € 5,2 Mio. auf € 4,4 Mio. zurück. Darin enthalten sind Rückstellungen in Höhe von rund € 2 Mio. im Zusammenhang mit der Integration der getätigten Akquisitionen. In der zweiten Jahreshälfte bestehen gute Aussichten, diesen Rückstand gegenüber dem Vorjahr zumindest teilweise aufzuholen. Der im Bereich Photovoltaik tätige Transformatorenhersteller Datatel erfüllt unsere Erwartungen vollauf. Derzeit wird mit Hochdruck in den Aufbau zusätzlicher Fertigungskapazitäten in Ungarn investiert.

In der Sparte Mechanische Komponenten stieg der Bruttoumsatz um 4,3% von € 77,1 Mio. auf € 80,4 Mio. Das Betriebsergebnis lag mit € 1,1 Mio. auf Vorjahresniveau. Die Implementierung der Massnahmenpakete zur Rentabilisierung der Sparte wird plangemäss in den kommenden Monaten abgeschlossen. In den vergangenen zwei Jahren wurden Projekte zur Neuprodukteentwicklung, zur Einkaufsoptimierung und zur Verbesserung der betrieblichen Abläufe umgesetzt. Ausserdem wurden unrentable Produkte aussortiert und die Produktionskapazitäten den neuen Verhältnissen angepasst. Der industrielle Bereich Rose & Krieger erhielt zudem eine neue Führungsstruktur. Wir bestätigen die Zielvorgabe eines positiven Betriebsergebnisses in dieser Sparte im laufenden Jahr; dies trotz Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit den Rentabilisierungsmassnahmen. Wir bestätigen ebenfalls das zu Jahresanfang formulierte Ziel einer EBIT-Marge >5% in 2009.

Ausblick

Eine allgemeine Konjunkturabkühlung, ausgelöst durch die weltweite Banken- und Finanzkrise, steht für die zweite Jahreshälfte sowie für 2009 zu erwarten. Dem wird sich auch die Phoenix Mecano-Gruppe nicht völlig entziehen können. Allerdings sprechen gleich eine ganze Reihe von Gründen dafür, dass sich unser Unternehmen in einem solchen Umfeld überdurchschnittlich gut schlagen wird. In der Sparte Gehäusetechnik verfügen wir über eine in Europa dominierende Marktstellung mit einem wachsenden Standbein im Bereich Oil&Gas. Dieser Branche werden auch im aktuellen Umfeld weiterhin gute Wachstumschancen zugebilligt.

In der Sparte ELCOM/EMS konnten wir uns durch die Akquisition von Datatel den Zugang zum stark wachsenden Markt für Photovoltaik erschliessen. Diese Branche wird bereits im laufenden Jahr etwa 20% des Spartenumsatzes generieren. Das Wachstum der Datatel gegenüber dem Vorjahr wird annähernd 200% betragen. Die Integration der Akquisitionen MCT sowie Wiener wird in den kommenden Monaten abgeschlossen. Dadurch verbessert sich die Marge der Sparte mit Blick auf 2009.

Bei den Mechanischen Komponenten wird bereits in den kommenden Monaten eine Margenverbesserung aufgrund der umgesetzten Massnahmen zur Rentabilisierung erreicht.

In der Summe rechnen wir daher trotz der zu erwartenden Konjunkturabkühlung mit stabilen bis leicht steigenden Margen und bestätigen unsere Prognose eines Umsatzes und Betriebsergebnisses über Vorjahr.

Auch für 2009 sehen wir uns gut vorbereitet und sind zuversichtlich, die gute Entwicklung der Gruppe vorbehaltlich eines nicht absehbaren massiven Konjunktureinbruchs fortsetzen zu können.

Quelle: Phoenix Mecano Holding



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