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girls@science: Studienwoche für 10- bis 13-jährige Mädchen

Kategorie: Bildung und Forschung | Eingetragen am 21. August 2008 um 09:15 Uhr

Zum ersten Mal bietet die Stiftung „Schweizer Jugend forscht“ in Zusammenarbeit mit der Laufbahnagentur „alumnaeWIN“ und der Universität Basel eine Studienwoche ausschliesslich für 10- bis 13-jährige Mädchen an. Das Pilotprojekt will Mädchen bereits in diesem jungen Alter mit wissenschaftlichen Themen und Bereichen vertraut machen, die zum Teil immer noch als klassische Männerdomänen betrachtet werden. Während vier Tagen können 36 junge Forscherinnen an der Universität Basel in die Welt der Mathematik, Chemie, Physik und Informatik eintauchen und an Projekten teilnehmen.

Den exakten Naturwissenschaften mangelt es an qualifiziertem Nachwuchs, und in vielen Fachbereichen sind Frauen untervertreten. Diese Situation war Auslöser, dass die Stiftung „Schweizer Jugend forscht“, in Zusammenarbeit mit „alumnaeWIN“, einer Laufbahnagentur für (angehende) Akademikerinnen, und der Universität Basel zum ersten Mal eine naturwissenschaftlich ausgerichtete Studienwoche für 10- bis 13-jährige Mädchen durchführt. Der Fokus auf diese Altersstufe ermöglicht es, die Mädchen in einer Entwicklungsphase zu erreichen, in der sie gegenüber ihrer beruflichen Zukunft noch offen und unvoreingenommen sind.

Auf der Suche nach Antworten auf spannende Fragen
Mit dem Pilotprojekt girls@science erhalten nun 36 Mädchen aus den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft die Möglichkeit, vom 7. bis 11. September 2008 unter fachkundiger Leitung an der Universität Basel an kleinen Projekten zu arbeiten und Experimente durchzuführen. Das Tätigkeitsfeld reicht vom Planen und Steuern kleiner Roboter, über Experimente rund um Farben bis hin zur Herstellung von Solarzellen. Jedes der beteiligten Departemente Informatik, Chemie, Mathematik und Physik bietet drei Projekte an, bei denen die Mädchen in kleinen Gruppen auf spielerische Art erfahren, wie der Forschungsalltag an der Universität aussieht.

Forschen und Präsentieren
Am letzten Projekttag werden die jungen Nachwuchsforscherinnen ihre Ergebnisse und Erlebnisse aufzeichnen und ihren Klassenkameradinnen, Lehrer/-innen, Eltern und weiteren interessierten Personen präsentieren. Die Öffentlichkeit und Medien sind zu dieser Schlusspräsentation am Donnerstag, 11. September, ab 15.00 Uhr in der Aula und im Foyer des Kollegienhauses der Universität Basel herzlich eingeladen. Es besteht für die interessierte Presse die Möglichkeit, bereits im Vorfeld und während der Studienwoche über dieses neue Nachwuchsprojekt zu berichten und die Mädchen beim Experimentieren zu begleiten.

Das Pilotprojekt girls@science soll nächstes Jahr auf andere Regionen und Hochschulen der Schweiz ausgeweitet werden. Zudem wird das bestehende Konzept ergänzt und auch gender-gerechte Studienwochen für Buben im selben Alter beinhalten (boys@science). Durch geschlechtergetrennte Gruppen werden Mädchen darin unterstützt, sich in den genannten Fachgebieten mehr zuzutrauen und sich den tendenziell eher zur Selbstüberschätzung neigenden Knaben nicht unterzuordnen. Langfristig soll damit die Attraktivität eines naturwissenschaftlichen Studiums gesteigert und gleichzeitig ein Beitrag zur Aufweichung der traditionellen Rollen von Frau und Mann geleistet werden.

Stiftung Schweizer Jugend forscht
Die Stiftung Schweizer Jugend forscht unterstützt innovative und leistungswillige Jugendliche mit dem Ziel, die Freude und Faszination an wissenschaftlicher Arbeit zu wecken. Diese Förderung richtet sich hauptsächlich an Jugendliche der Sekundarstufe II (Gymnasien und Berufsfachschulen). Jedes Jahr werden diverse Studienwochen organisiert, bei denen die Jugendlichen die Möglichkeit erhalten, sich während einer Woche in ein Fachgebiet zu vertiefen.
Mehr Informationen unter www.sjf.ch

alumnaeWIN
alumnaeWIN ist eine Laufbahnagentur für (angehende) Akademikerinnen, die aufgrund einer Initiative von ehemaligen Mentees des Mentoringprogramms WIN (women into industry) für Nachwuchswissenschaftlerinnen der Universität Basel entstand. Die Vereinigung engagiert sich für ein Förderkonzept für den weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchs, das verschiedene Ausbildungsstufen umfasst und bereits bei Schülerinnen der Sekundarstufe I ansetzt. Mehr Informationen unter: http://alumnaewin.unibas.ch/.

Kontakt
Schweizer Jugend forscht, Dr. Stelia Fuhrer, Geschäftsleiterin Schweizer Jugend forscht, Tel: 031 377 71 02, E-Mail: stelia.fuhrer@sjf.ch
alumnaeWIN, Christine Süssmann, Vorstandsmitglied alumnaeWIN, Tel. 061 222 25 18, E-Mail: suessmann@bluewin.ch
Universität Basel, Hans Syfrig, Leiter Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 061 267 30 17, E-Mail: hans.syfrig@unibas.ch

Quelle: Universität Basel



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