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Währungseinflüsse prägen Halbjahresresultat

Kategorie: Medien | Eingetragen am 2. September 2008 um 15:46 Uhr

Der Nettoumsatz der Quadrant Gruppe belief sich im ersten Halbjahr auf CHF 401.4 Millionen (Vorjahr CHF 429.4 Millionen). Der Rückgang von 7% gegenüber der gleichen Vorjahresperiode ist ausschliesslich währungsbedingt. Der Ebitda erreichte in der Folge erwartungsgemäss CHF 51.6 Millionen (CHF 56.9 Millionen) und der Reingewinn belief sich auf CHF 22.2 Millionen (CHF 26.0 Millionen). Das Eigenkapital und die Eigenkapitalquote blieben mit CHF 305.4 Millionen (31.12.2007: CHF 307.9 Millionen) respektive 44% (43%) praktisch unverändert. Die Nettoverschuldung reduzierte sich weiter auf CHF 139.9 Millionen (31.12.2007:CHF 143.3 Millionen).

Zwei wesentliche externe Einflussgrössen prägten das allgemeine wirtschaftliche Geschehen und damit auch die operative Tätigkeit von Quadrant im ersten Halbjahr 2008: die erneute markante Erhöhung der Energiepreise und die Fortsetzung der Abschwächung der amerikanischen Währung. Während Quadrant mit den erhöhten Energiepreisen gut zurechtkam, konnte eine Beeinflussung der Resultate durch den erneut deutlich schwächeren amerikanischen Dollar, der im Vorjahresvergleich durchschnittlich um 14% nachgab, nicht verhindert werden. Der bereits kommunizierte Trend des ersten Quartals setzte sich somit fort. Die Ebitda-Marge konnte sich trotz der negativen exogenen Umstände auf ansprechenden 12.9% (13.3%) halten. Das Betriebsergebnis (Ebita) betrug bei umsatzproportional gleich bleibenden Abschreibungen CHF 36.2 Millionen (CHF 40.5 Millionen). Der Ronoa (Return on net operating assets) betrug 13.2%. Der operative Cash Flow vor Veränderung des Nettoumlaufvermögens erreichte CHF 37.5 Millionen (CHF 40.2 Millionen) und folgte somit der Nettoumsatzentwicklung.

High-Performance Plastics widersetzt sich der allgemeinen Konjunkturabschwächung
Der grössere Konzernbereich High-Performance Plastics (QEPP/QCMS) entwickelte sich nach wie vor erfreulich stabil. Der Umsatzrückgang auf CHF 330.6 Millionen (CHF 350.5 Millionen) war währungsbedingt. Die Engineering Plastic Products (QEPP) widersetzten sich in allen Hauptmärkten der sich abschwächenden Konjunktur und den sich massiv verteuernden Energiepreisen und verzeichneten in Lokalwährungen ein leichtes organisches Wachstum von 3%. Zudem konnte das Geschäft durch verschiedene Entwicklungs-, Erweiterungs- und Optimierungsprojekte weiter verstärkt werden. So wurden in Mexiko durch den Erwerb eines weiteren Produktionsstandortes kostenoptimale Kapazitätsreserven geschaffen; in Frankreich durch den Verkauf des kleinsten Standortes die Konzentration der Landesaktivitäten auf zwei Standorte abgeschlossen; in Schweden durch den Erwerb einer kleinen Produktionsgesellschaft das Technologieportefeuille mit weiteren Spezialitäten erweitert und mit der Einführung des neuen ERP-Systems in Mexiko die konzerninterne Vernetzung vorangetrieben. Der technische Spritzguss (QCMS) konnte nach der sehr erfreulichen Entwicklung des Vorjahres seinen Umsatz knapp halten. Der Ebitda des Konzernbereiches High-Perfomance Plastics betrug CHF 40.0 Millionen (CHF 45.0 Millionen), was einer Marge von 12.1% (12.8%) entspricht.

Plastic Composites/Kabelschutzrohre im Zeichen der schwachen Automobilindustrie
Das Ergebnis des 18% zum Konzernumsatz beisteuernden Konzernbereichs Plastic Composites/Kabelschutzrohre (QPC/QCPS) wurde erneut massgeblich das schwache Marktumfeld in der Automobilindustrie bestimmt. Der Bereichsumsatz reduzierte sich erwartungsgemäss auf CHF 70.8 Millionen (CHF 78.9 Millionen). Bei den Quadrant Plastic Composites (QPC) sind die positiven Zeichen der neu eingeführten Produkte (u.a. MultiQTM-Produktelinie) unverkennbar, die aktuellen Resultate werden jedoch weiterhin durch die schwache Automobilindustrie in Europa und besonders in Nordamerika geprägt. Das Kabelschutzrohrgeschäft (QCPS) konnte sich hingegen in einer an Stärke verlierenden Tiefbaukonjunktur behaupten. Trotz des gesunkenen Bereichsumsatzes konnte der Ebitda dank der konsequent weitergeführten Anpassungsmassnahmen mit CHF 9.9 Millionen (CHF 9.6 Millionen) gehalten werden, was die Marge auf 14.0% (12.1%) erhöhte.

Weitere Abkühlung des wirtschaftlichen Umfeldes wahrscheinlich
Gegen Ende des ersten Halbjahres 2008 haben sich die Zeichen für eine verstärkte Abkühlung des weltweiten wirtschaftlichen Umfeldes weiter verdichtet. Nach Nordamerika scheinen nun auch Europa und Asien sich nicht mehr der massiven Verteuerung der Energiepreise und den Unsicherheiten an den internationalen Finanzmärkten entziehen zu können. Eine weitere Verlangsamung des Umsatzwachstums und die in dem sich aufbauenden inflationären Umfeld übliche temporäre Margenkontraktion werden trotz frühzeitig eingeleiteter interner Massnahmen ersichtlich sein. Der Raum für eine, aus Schweizer-Franken-Sicht, weitere negative Währungsentwicklungscheint sich hingegen zu verengen. Die Auswirkungen der Währungsentwicklungen des ersten Halbjahres 2008 auf das Ganzjahresresultat werden jedoch besonders im Vorjahresvergleich nicht zu übersehen sein.

Der Konzernbereich High-Performance Plastics ist durch seine breite Abstützung und seine Marktstärke auf die Kombination von sich abschwächender Nachfrage und steigendem Preisniveau gut vorbereitet. Die Plastic Composites / Kabelschutzrohre werden andererseits auch im zweiten Halbjahr von der sich in rauem Fahrwasser befindenden Automobilzuliefererindustrie geprägt werden. Ein Halten der Ertragsfortschritte des ersten Halbjahres wird dadurch sehr anspruchsvoll sein. Mittelfristig bleiben die Aussichten von Quadrant weiterhin gut, die Position als Markt- und Technologieführer wird auch zukünftig gepflegt und ausgebaut.

Mit Standorten in 19 Ländern erzielt Quadrant als global führender Hersteller von hochwertigen thermoplastischen Werkstoffen in Form von Halbzeugen und Fertigteilen einen Jahresumsatz von rund CHF 800 Millionen. Die von weltweit mehr als 2’400 Mitarbeitern hergestellten und vertriebenen technischen Kunststoffe und Composites sind Metallen und anderen Werkstoffen bezüglich ihres Leistungsprofils überlegen und werden in einer zunehmenden Anzahl von Anwendungen vorwiegend in der Investitionsgüterindustrie eingesetzt. Zusammen mit Marktführern aus verschiedensten Kundenmärkten entwickelt Quadrant laufend neue Anwendungsgebiete. Mit ihrer klaren strategischen Fokussierung und Ausrichtung erzielt Quadrant seit der Gründung im Jahr 1996 nachhaltige Mehrwerte für Kunden und Aktionäre und ist bestens gerüstet, ihre führende Marktstellung auch in Zukunft weiter auszubauen.

Quelle: Quadrant AG



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