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Conzzeta Gruppe: Leichte Umsatzerhöhung und gehaltenes Ergebnis

Kategorie: Industrie | Eingetragen am 13. Oktober 2008 um 06:03 Uhr

Zürich, 13. Oktober 2008. – In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres konnte die Conzzeta Gruppe ihre Geschäfte auf Vorjahresniveau weiterführen. Der konsolidierte Nettoumsatz erhöhte sich gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode um 3,1% auf CHF 985,3 (955,6) Mio. Währungsbereinigt betrug die Steigerung 7,7%. Das Betriebsergebnis (EBIT) liegt mit CHF 73,6 (74,7) Mio. knapp unter Vorjahresniveau. Umsatz und Ergebnis wurden durch die ungünstigen Wechselkursverhältnisse beeinflusst. Aufgrund der aktuellen Auftragssituation erscheint die Weiterführung der bisherigen Umsatzentwicklung bis zum Jahresende möglich. Das Betriebsergebnis für das Geschäftsjahr 2008 wird, bedingt durch Wechselkurseinflüsse und gestiegene Beschaffungskosten, etwas unter dem Vorjahr liegen.

Die Absatzmärkte von Conzzeta blieben auch im zweiten Tertial (Mai – August) des Geschäftsjahres robust, trotz Finanzkrise, hohen Rohstoffpreisen und zunehmenden konjunkturellen Unsicherheiten. Die Entwicklung der Geschäftsbereiche und der Absatzmärkte verlief indes uneinheitlich. Im Vorjahresvergleich wuchs der konsolidierte Nettoumsatz in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres um 3,1% auf CHF 985,3 (955,6) Mio. Die Schwäche wichtiger Export-Währungen (USD, GBP, KRW) wirkte sich auch im zweiten Tertial negativ auf Umsatz und Ergebnis aus. Bereinigt um die umrechnungsbedingten Wechselkurseinflüsse konnte Conzzeta den konsolidierten Nettoumsatz um 7,7% gegenüber den ersten acht Monaten im Vorjahr steigern. Die Betriebsgewinn-Marge (EBIT) liegt mit 7,2% (7,8%) leicht unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Betriebsgewinn wurde durch Sonderkosten in der Höhe von rund CHF 10 Mio. für die Stilllegung der Naturlatex-Produktion belastet. Unter Ausklammerung der ausserordentlichen Erträge von CHF 56,3 Mio. im Vorjahr liegt der Konzerngewinn mit CHF 59,8 (112,5) Mio. auf Vorjahresniveau.

Zu den Geschäftsbereichen
In einem insgesamt noch freundlichen Marktumfeld für Investitionsgüter konnte der Geschäftsbereich Systeme für Blechbearbeitung (Bystronic) den Umsatz der ersten acht Monate auf CHF 513,1 (502,0) Mio. steigern (+2,2%, währungsbereinigt +8%). China und Südostasien entwickelten sich unter den Erwartungen, während die Umsätze in den USA über Vorjahr lagen. Das Vertriebnetz von Bystronic wurde mit einer Niederlassung in Kanada erweitert. Die Kapazitätsauslastung im laufenden Jahr liegt weiterhin auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Im Auftragseingang konnten im bisherigen Jahresverlauf Zuwachsraten in Europa, Russland und Brasilien verzeichnet werden. Eine allgemeine Abflachung beim Auftragseingang beginnt sich jedoch abzuzeichnen.

Der Geschäftsbereich Systeme für Glasbearbeitung (Bystronic glass) konnte mit einer Steigerung von 11,7% auf CHF 173,3 (155,2) Mio. den positiven Trend beim Umsatz beibehalten. Starke Wachstumsimpulse kamen insbesondere aus einigen europäischen Märkten, aus China, Russland und aus dem Mittleren Osten, während die Nachfrage in den USA und Grossbritannien wegen der Immobilienkrise fast gänzlich zum Erliegen kam. Auch im übrigen Europa scheint sich die Nachfrage nach Anlagen für Gebäudeglas abzuschwächen. Optimistisch für die weitere Entwicklung des Geschäftsbereichs stimmt hingegen das rege Interesse der Kunden für Gesamtanlagen zur Glasbearbeitung und für Anlagen zur Herstellung von Verbundssicherheitsglas und von Solarzellen.

Der Bereich Automationssysteme (ixmation) konnte mit einem Umsatz von 35,1 (47,1) Mio. per Ende August 2008 den Rückstand zum Vorjahr noch nicht aufholen. Der Vorjahresvergleich ist allerdings nur bedingt aussagekräftig, da von Kundenseite nachträgliche Engineering-Aufträge für Projekte eingingen, die zu einer späteren Auslieferung führen. Zu Umsatzverschiebungen kam es überdies, weil das Gebäude von ixmation in den USA anfangs August 2008 durch einen Tornado beschädigt wurde, was zu einer einmonatigen Verzögerung in der Montage und Auslieferung führte. Auftragseingang und Auftragsbestand liegen an allen Standorten (USA, Schweiz, Malaysia, China) deutlich über dem Vorjahr. Sehr gut entwickeln sich die Geschäfte in der Solarzellen- und Medizinalbranche in den USA sowie in Asien.

Mit einem Umsatz von CHF 104,7 (105,8) Mio. per Ende August 2008 bewegt sich der Geschäftsbereich Schaumstoffe (FoamPartner) knapp auf Vorjahreshöhe. Der Markt für Polyurethan-Schaumstoffe stagnierte im zweiten Tertial sowohl in Europa wie auch in den USA. Einzig im asiatischen Markt konnte ein hohes Wachstum erzielt werden. Per Ende 2008 stellt FoamPartner die Fertigung von Naturlatex-Produkten in der Schweiz aufgrund der ungenügenden Auftrags- und Ertragslage ein. Die Kosten für die Produktionseinstellung sowie für die Wertberichtigung der Anlagen wurden bereits in der Rechnung des ersten Tertials sowie zum Jahresende 2007 zurückgestellt. In der neuen Schäumerei in China wurden Mitte September 2008 die ersten Schaumstoffe für den lokalen Markt hergestellt.

Dem Geschäftsbereich Sportartikel (Mammut Sports Group) gelang es, die Verkäufe per Ende August 2008 um 9,2% auf CHF 111,9 (102,4) Mio zu erhöhen. In allen wichtigen Absatzmärkten legte die Mammut Sports Group deutlich zu. Auch in den USA konnte trotz der schwachen US-Währung ein Umsatzplus verbucht werden. Sehr erfreulich entwickelten sich die Verkäufe im Bekleidungsbereich. Auch die Vorausbestellungen für die Wintersaison 2008/09 stimmen zuversichtlich. Mit einem Mammut Store in Tokio wurde erstmals ein Ladengeschäft in Asien eröffnet.

Die unter Industrielle Beteiligungen geführte Schmid Rhyner (Lacke und Klebstoffe) überzeugte auch im zweiten Tertial mit einem konstanten Wachstum. Besonders nachgefragt waren Produkte für den Verpackungs- und Akzidenzdruck. Schmid Rhyner hat eine erste Auslandsvertriebsgesellschaft in den USA gegründet.

Aussichten
Aufgrund der aktuellen Auftragssituation erscheint die Weiterführung der bisherigen Umsatzentwicklung bis zum Jahresende möglich. Im Vergleich zum ausserordentlich ertragsstarken dritten Tertial 2007 und bedingt durch negative Währungseffekte und höhere Beschaffungskosten wird beim Ergebnis das Vorjahresniveau nicht mehr erreicht werden können. Aufgrund der bereits jetzt merklich schwächeren Auftragseingänge bei den Investitionsgütern geht die Conzzeta Gruppe davon aus, dass sich die zu erwartende konjunkturelle Abschwächung auf den Verlauf der Geschäfte im nächsten Jahr auswirken wird.

Quelle: Conzzeta Gruppe



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