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Neue Daten zeigen, dass Herceptin, Xeloda und Avastin die Überlebensdauer bzw. krankheitsfreie Überlebendauer von Patientinnen mit frühem oder fortgeschrittenem Brustkrebs verlängern

Kategorie: Forschung, Pharma/Medizin | Eingetragen am 10. Dezember 2008 um 07:35 Uhr

Arzneimittel von Roche ermöglichen eine bessere Bekämpfung dieser bei Frauen am häufigsten zum Tode führenden Krebsart

Beim dem vom Cancer Therapy & Research Centre (CTRC) und der American Association for Cancer Research (AACR) abgehaltenen San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) werden neue Daten vorgestellt, die zeigen, dass Herceptin (Trastuzumab), Avastin (Bevacizumab) und orales Xeloda (Capecitabin) neue und auch bessere Behandlungsoptionen für Brustkrebspatientinnen bieten. Das Gesamtüberleben bzw. krankheitsfreie Überleben der Patientinnen lässt sich verbessern, wenn die Medikamente prä- und postoperativ sowie in den fortgeschrittenen Krankheitsstadien eingesetzt werden.

Unter anderem werden folgende Daten vorgestellt:

  • Herceptin vor der Operation: Die Ergebnisse der in Phase III befindlichen NOAH-Studie (NeOAdjuvant Herceptin) zeigen, dass Frauen mit lokal fortgeschrittenem, HER2-positivem Brustkrebs, die vor der Operation eine Kombinationsbehandlung mit Herceptin und Standard-Chemotherapie erhalten, im Vergleich zu Frauen, die präoperativ nur mit Chemotherapie behandelt werden, eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit haben, drei Jahre nach dem Behandlungsbeginn krankheitsfrei zu bleiben (ereignisfreies Überleben).
  • Xeloda bei frühem Brustkrebs: Erste Daten einer unabhängigen Studie aus Finnland und Schweden deuten darauf hin, dass das oral einzunehmende Chemotherapeutikum Xeloda, dessen Nutzen bei fortgeschrittenem Brustkrebs bereits nachgewiesen ist, auch bei frühzeitigem Brustkrebs die Rezidivrate reduzieren und Patientinnen dabei helfen kann, länger zu leben. Dies geht aus einem der 20 Abstracts zu Xeloda hervor, die vom SABCS zur Präsentation bewilligt wurden.
  • Avastin bei fortgeschrittenem Brustkrebs: Die ersten Wirksamkeitsdaten der bislang größten Sicherheitsstudie zu Avastin in der täglichen Praxis – unter Beteiligung von mehr als 2.000 Patientinnen mit lokal rezidivierendem oder metastatischen Brustkrebs – zeigen, dass Avastin gemeinsam mit einer Vielzahl chemotherapeutischer Substanzen eingesetzt werden kann und den Patientinnen eine mediane progressionsfreie Überlebenszeit von nahezu 10 Monaten ermöglicht. Die Ergebnisse stammen aus einer von 24 beim SABCS vorgestellten Präsentationen zu Avastin und bestätigen, dass eine Therapie auf Avastin-Basis entscheidend ist, um das Leben von Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs zu verbessern.

„Die Erforschung neuer Krebstherapien ist ein komplexer und schrittweiser Prozess. Jeder Erfolg bildet die Grundlage für den nächsten Schritt“, so William M. Burns, CEO der Division von Pharmaceuticals von Roche. „Die Ergebnisse zeigen, dass wir signifikante Fortschritte erzielen und Ärzten sowie Brustkrebspatientinnen bessere und wirksamere Behandlungsoptionen an die Hand geben, um diese verheerende Krankheit in allen Krankheitsstadien zu bekämpfen“, fügte er hinzu.

Brustkrebs ist die weltweit häufigste Krebsart bei Frauen.?? Jedes Jahr werden weltweit mehr als eine Million neuer Brustkrebsfälle diagnostiziert, nahezu 400.000 Menschen sterben an der Erkrankung.???? Bei HER2- positivem Brustkrebs sind an der Oberfläche der Tumorzellen erhöhte Mengen des HER2-Proteins vorhanden, weshalb man von „HER2-Positivität“ spricht. Hohe HER2-Werte finden sich vor Allem bei einer sehr aggressiven und auf Chemotherapie schlecht ansprechenden Form der Erkrankung. Untersuchungen zufolge handelt es sich bei ca. 20-30 Prozent aller Brustkrebserkrankungen um die HER2-positive Form.

Quelle: La Roche AG



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