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Herceptin zeigt ein bislang nicht erreichter Überlebensvorteil bei HER2-positivem Magenkrebs

Kategorie: Pharma/Medizin | Eingetragen am 31. Mai 2009 um 16:33 Uhr

Gezielte Therapie mit Herceptin könnte beim HER2-positiven Magenkrebs zur Standardtherapie werden

Heute wurden auf der Jahrestagung der American Society for Clinical Oncology in Orlando (Florida) Daten aus der ToGA-Studie mit Herceptin (Trastuzumab) und einer Standardchemotherapie (Xeloda oder intravenös verabreichtes 5-FU und Cisplatin) vorgestellt. Es konnte gezeigt werden, dass Patienten mit einer aggressiven Art von Magenkrebs durchschnittlich zusätzlich fast drei Monate und somit insgesamt 13,8 Monate länger leben. Fortgeschrittener Magenkrebs ist mit einer schlechten Prognose verbunden; mit den bislang zur Verfügung stehenden Behandlungsmöglichkeiten liegt die Überlebenszeit nach Diagnosestellung durchschnittlich bei etwa 10 Monaten. 1

In dieser internationalen Phase-III-Studie zeigte sich ferner, dass Herceptin das Sterberisiko bei Patienten mit HER2-positivem fortgeschrittenem und inoperablem Magenkrebs gegenüber Patienten, die nicht mit Herceptin behandelt wurden, um 26 % senkt. Bei Patienten mit stark HER2 exprimierenden Tumoren war der Nutzen der zusätzlichen Gabe von Herceptin sogar noch grösser. Das Überleben konnte durchschnittlich bis auf 16 Monate verlängert werden.

„Dass bei Patienten mit HER2-positivem Magenkrebs ein bislang in dieser Deutlichkeit noch nie erzielter Überlebensvorteil verzeichnet werden konnte, ist für uns eine enormer Erfolg“, so Studienleiter Prof. Eric Van Cutsem von der Universitätsklinik Gasthuisberg in Löwen, Belgien. „Für fortgeschrittenen Magenkrebs stehen bislang nur unzureichende Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Wie die Daten aus der ToGA-Studie zeigen, stellt die zielgerichtete Behandlung mit Herceptin in der Therapie dieser Krebserkrankung einen wesentlichen Fortschritt dar.“

Magenkrebs ist weltweit die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache, und jedes Jahr werden über eine Million neue Fälle diagnostiziert. Die frühzeitige Diagnose ist schwierig, da die meisten Patienten im Frühstadium an keinen Symptomen leiden. Rund 22 % aller Magentumoren sind HER2-positiv2. Dieser Prozentsatz ist in Europa und Asien, wo Magenkrebs besonders häufig vorkommt, gleich.

„Viele Patientinnen mit HER2-positivem Brustkrebs haben von Herceptin bereits in ganz erheblichem Umfang profitiert. Wir freuen uns, dass die beeindruckenden Therapievorteile von Herceptin nun auch bei Patienten mit Magenkrebs gezeigt werden konnten“, so William M. Burns, CEO der Division Pharma von Roche. „Das gezielt wirkende Medikament Herceptin wird sich als neue Standardtherapie etablieren, und wir können zur Verlängerung der Überlebensdauer dieser Patienten einen wesentlichen Beitrag leisten.“

Als Basistherapie bei Patientinnen mit HER2-positivem Brustkrebs ist Herceptin bereits fest etabliert. Auf der Grundlage der Ergebnisse aus der ToGA-Studie beantragt Roche nun in Europa, Asien und weiteren Regionen der Welt die Zulassung von Herceptin auch bei HER2-positivem fortgeschrittenem Magenkrebs.

Quelle: Roche AG



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