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Neue Daten zeigen: MabThera verlangsamt das Fortschreiten der Gelenkschädigung bei rheumatoider Arthritis wenn es als erstes Biologika angewendet wird

Kategorie: Pharma/Medizin | Eingetragen am 10. Juni 2009 um 11:19 Uhr

Bestimmte Patienten mit rheumatoider Arthritis zeigen besseres Ansprechen auf die Therapie

Neue Daten zeigen zum ersten Mal, dass ein Behandlungszyklus aus 2 MabThera-Infusionen 1000 mg (Rituximab, in den USA unter der Bezeichnung Rituxan bekannt) im Abstand von 24 Wochen als erstes Biologika nach 1-jähriger Behandlungsdauer die Gelenkschädigung signifikant verlangsamen kann, wobei ab dem sechsten Monat praktisch kein weiteres Fortschreiten zu beobachten ist.

Die auf dem jährlichen Kongress der European League Against Rheumatism (EULAR) vorgestellte IMAGE- Studie zeigte, dass die nicht mit Methotrexat (MTX) vorbehandelten Patienten nach einem Jahr eine dreimal geringere Gelenkschädigung aufwiesen (bestimmt über den Sharp-Gesamtscore), wenn sie MabThera 1000mg plus MTX erhielten, als Patienten, die nur mit MTX behandelt wurden.

Darüber hinaus wurde bei 80 % der Patienten eine Symptombesserung um 20 % (ACR20) erzielt (gegenüber 64 % unter MTX allein) und der prozentuale Anteil der Patienten mit einer Symptombesserung um 70 % wurde gegenüber der alleinigen Behandlung mit MTX fast verdoppelt (47 % vs. 25 %). Die mit MabThera behandelten Patienten zeigten zudem eine signifikant bessere körperliche Funktionsfähigkeit und Lebensqualität als die nur mit MTX behandelten Patienten.

„Diese positiven klinischen Daten unterstützen eindeutig die Anwendung von MabThera zu einem früheren Zeitpunkt des Behandlungsablaufs in der rheumatoiden Arthritis. Die robusten Daten ergänzen die umfangreiche bestehende Evidenz für die Anwendung von MabThera bei einem breiten Spektrum von Patienten mit rheumatoider Arthritis und bieten eine überzeugende neue Möglichkeit der Vorbeugung einer Gelenkschädigung im frühen Stadium der Erkrankung”, so der Studienleiter, Professor Paul-Peter Tak, AMC/Universität Amsterdam, Niederlande.

Die Gelenkschädigung beginnt bei der rheumatoiden Arthritis (RA) häufig bereits früh im Krankheitsverlauf, so dass es sehr wichtig ist, die Patienten so früh wie möglich zu behandeln und dadurch Symptome zu bessern und irreversible Schäden zu verhindern. Die Gelenkschädigung kann zu einer bleibenden Invalidisierung des Patienten führen und seine Fähigkeit zu normalen Alltagsaktivitäten wie gehen oder sich ankleiden beeinflussen.

Die Studie zeigte, dass bei der Anwendung als erstes Biologika nur die zugelassene Dosis 2 mal MabThera 1000 mg plus MTX gegenüber der alleinigen Behandlung mit MTX sowohl das Fortschreiten einer Gelenkschädigung signifikant hemmten als auch den klinischen Verlauf verbesserten.

Die Sicherheits-Daten der IMAGE-Studie stehen im Einklang mit den Ergebnissen früherer klinischer Studien zu MabThera und zeigten keine neuen oder unerwarteten Sicherheitssignale. Die Inzidenzen schwerwiegender unerwünschter Nebenwirkungen und schwerwiegender Infektionen waren in den beiden MabThera-Gruppen und der MTX-Monotherapie-Gruppe vergleichbar, was das robuste Sicherheitsprofil der Behandlung weiter unterstreicht.

Viel versprechende Daten, die auf ein besseres Ansprechen hinweisen könnten
Wie ebenfalls heute auf dem EULAR-Kongress mitgeteilt wurde, identifizierten die Wissenschaftler in den MabThera-Studien eine Gruppe von Patienten mit rheumatoider Arthritis, die eine doppelt bis dreimal so hohe Wahrscheinlichkeit für eine signifikante Besserung der Erkrankung aufwiesen. Die Kenntnis, welche Patienten am ehesten von einer Behandlung mit MabThera profitieren, ermöglicht dem Arzt eine frühere Wahl der besten Behandlung für seine Patienten.

„Da wir nicht vorhej Professor John Isaacs, Newcastle University, UK.

Eine gepoolte Analyse von Studien zu MabThera zeigte, dass Patienten, die für einen der beiden charakteristischen RA-Antikörper – den Rheumafaktor (RF) oder Antikörper gegen das zyklische citrullinierte Peptid (aCCP) – seropositiv waren, zwei- bis dreimal häufiger nach einer Behandlung mit MabThera eine relevante Besserung erzielten als Patienten ohne diese Autoantikörper. Die Autoantikörper- Bildung ist einer der möglichen Mechanismen, von denen angenommen wird, dass sie zu der bei Patienten mit RA beobachteten Krankheitsaktivität und Gelenkschädigung beitragen und etwa 80 % der Patienten mit RA sind seropositiv. Das bei seropositiven Patienten beobachtete bessere Ansprechen könnte mit einem der Wirkmechanismen von MabThera zusammenhängen, da das Präparat auf die B-Zellen abzielt, die die Autoantikörper bilden.

Quelle: Roche Ltd



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