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Jürgen Margraf zum Humboldt-Professor 2009 ausgewählt

Kategorie: Bildung und Forschung | Eingetragen am 11. Juni 2009 um 14:40 Uhr

Die deutsche Alexander-von-Humboldt-Stiftung hat den Psychologen Prof. Jürgen Margraf von der Universität Basel für eine Alexander-von-Humboldt-Professur ausgewählt. Er erhält damit als erster Psychologe den mit fünf Mio. Euro dotierten internationalen Preis für Forschung in Deutschland aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Margraf, Experte auf dem Gebiet der Panik- und Angststörungen, soll künftig an der Ruhr-Universität Bochum forschen.

Margraf (*1956) ist seit 1999 Ordinarius für Klinische Psychologie und Psychotherapie und seit 2005 zusätzlich Direktor des Nationalen Forschungsschwerpunktes sesam. Er gilt als führender Experte auf dem Feld der klinischen Psychologie und der Psychotherapie. Einer seiner Schwerpunkte ist die Therapie von Angststörungen. Seine jüngsten Arbeiten zielen darauf, Bedingungen für eine gute psychische Gesundheit zu identifizieren, um so Erkrankungen vorbeugen zu können. Margraf wurde von der Ruhr-Universität Bochum nominiert.

Die ausgewählten Preisträger treten jeweils in Berufungsverhandlungen mit den deutschen Universitäten, die sie für den Preis nominiert haben. An der Ruhr-Universität Bochum soll Margraf den in den letzten Jahren entwickelten Forschungsschwerpunkt Klinische Psychologie stärken und das geplante neue Forschungs- und Behandlungszentrum für Psychische Gesundheit leiten. Zusätzlich soll dort ein Kinder- und Jugendschwerpunkt unter der Leitung von Silvia Schneider, zur Zeit Ordinaria für Klinische Kinder- und Jugendpsychologie an der Universität Basel, eingerichtet werden. Eine Entscheidung über die Annahme des Preises und der damit verbundenen Rufe steht noch aus.

Mit der Alexander-von-Humboldt-Professur zeichnet die Stiftung weltweit führende und im Ausland tätige Forscher aller Disziplinen aus. Sie sollen langfristig zukunftsweisende Forschung an deutschen Hochschulen durchführen. Das Preisgeld ist für die Finanzierung der ersten fünf Jahre in Deutschland bestimmt. Den Hochschulen eröffnet der Preis die Chance, internationalen Spitzenkräften konkurrenzfähige Rahmenbedingungen und eine langfristige Perspektive für die Arbeit in Deutschland zu bieten sowie ihr Profil zu schärfen. Bisher sind fünf Preisträger für das Jahr 2009 ausgewählt worden; im Oktober wird die Stiftung die letzten der insgesamt bis zu zehn Preisträger dieses Jahres auswählen.

Quelle: Universität Basel



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