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Geldpolitische Lagebeurteilung vom 10. Dezember 2009 – Die Schweizerische Nationalbank hält an ihrer expansiven Geldpolitik fest

Kategorie: Finanzen | Eingetragen am 10. Dezember 2009 um 10:02 Uhr

Die Schweizerische Nationalbank hält an ihrer expansiven Geldpolitik fest. Die wirtschaftliche Erholung ist zwar in Gang gekommen, doch bleibt der Aufschwung fragil. Die Unsicherheit über die künftige Entwicklung ist immer noch gross.

Die Nationalbank belässt deshalb das Zielband für den Dreimonats-Libor bei 0%–0,75%. Sie verfolgt dabei das Ziel, den Libor im unteren Bereich des Bandes um 0,25% zu halten. Sie versorgt die Wirtschaft weiterhin grosszügig mit Liquidität, wird aber den Kauf von Schweizerfranken-Obligationen privater Schuldner einstellen. Sie wird einer übermässigen Aufwertung des Frankens gegenüber dem Euro entschieden entgegenwirken.

Die Anzeichen eines globalen Konjunkturaufschwungs haben sich verstärkt. Auch die Schweizer Wirtschaft befindet sich auf dem Weg der Erholung und entwickelt sich entsprechend den Erwartungen. Seit dem dritten Quartal wächst die Wirtschaft wieder, auch wenn das BIP über das ganze Jahr 2009 betrachtet einen Rückgang um etwa 1,5% verzeichnen wird. Für 2010 hingegen rechnet die Nationalbank mit einem realen BIP-Wachstum von 0,5% bis 1%.

Die Inflationsprognose hat sich seit September kaum verändert. Die durchschnittliche Teuerung wird im Jahr 2009 voraussichtlich bei –0,5% liegen. Die Nationalbank erwartet jedoch, dass die Preise 2010 um 0,5% und 2011 um 0,9% steigen werden. Die Inflationsprognose ist weiterhin mit grossen Unsicherheiten behaftet und die weltweite Konjunktur bleibt anfällig. Der Finanzsektor erholt sich allmählich, aber eine erneute Verschlechterung kann nicht ganz ausgeschlossen werden. Somit besteht weiterhin ein Deflationsrisiko. Eine Zinserhöhung ist deshalb zurzeit nicht angezeigt. Allerdings geht aus der Inflationsprognose hervor, dass die expansive Geldpolitik nicht endlos weitergeführt werden kann, ohne die mittel- und langfristige Preisstabilität zu gefährden.

Quelle: Schweizerische Nationalbank



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