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Avastin in Kombination mit Standard-Chemotherapie verlängert die progressionsfreie Zeit bei Frauen mit vorbehandeltem fortgeschrittenem Brustkrebs

Kategorie: Pharma/Medizin | Eingetragen am 11. Dezember 2009 um 19:35 Uhr

Ergebnisse der RIBBON-2-Studie zeigen die mögliche neue Rolle von Avastin als Zweitlinien-Therapie beim fortgeschrittenen Mammakarzinom

Roche (SIX: RO, ROG; OTCQX: RHHBY) hat heute die Ergebnisse einer Phase-III-Studie (RIBBON 2) zu Avastin (Bevacizumab) bei Frauen bekannt gegeben, die an einem fortgeschrittenen HER2-negativen Mammakarzinom leiden und als Erstlinien-Therapie eine Chemotherapie erhalten haben. Die Studie zeigte, dass Frauen, die als Zweitlinien-Therapie Avastin in Kombination mit einer Standard-Chemotherapie erhielten, im Vergleich zur alleinigen Behandlung mit einer Chemotherapie eine um 28 % längere Überlebenszeit ohne Fortschreiten der Erkrankung (progressionsfreies Überleben) hatten. Die Nebenwirkungen deckten sich mit den zuvor unter Avastin beobachteten Ergebnissen, d. h., die Studie ergab keine neuen sicherheitsrelevanten Ergebnisse zu Avastin.

Dies ist ein signifikantes Ergebnis, da sich der Zustand der meisten Frauen mit einer fortgeschrittenen Erkrankung verschlechtert, wenn die anfängliche Chemotherapie nicht länger wirkt. Zurzeit ist die einzige Option für diese Frauen eine weitere Chemotherapie.

„Dies ist die erste Phase-III-Studie, aus der hervorgeht, dass die Kombination aus einem angiogenetisch wirksamen Medikament in Kombination mit einer herkömmlichen Second-line-Chemotherapie den Zeitraum verlängern kann, in dem es bei Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs zu keiner Verschlechterung kommt“, kommentierte Dr. Adam Brufsky, M.D., Medizinischer Direktor des Women’s Cancer Center, University of Pittsburgh Medical Center und Leiter der klinischen Studie.

RIBBON 2 ist eine weitere, positive Phase-III-Studie, die zusätzliche klinische Evidenz für Avastin als Therapie bei Frauen mit einem fortgeschrittenen Mammakarzinom liefert, dieses Mal bei der Zweitlinienbehandlung. In der Erstlinien-Therapie spielt Avastin eine etablierte Rolle, unterstützt von den Ergebnissen dreier Phase-III-Studien zu Avastin (E2100, AVADO und RIBBON-1). Insgesamt zeigen diese Studien eine konsistente Wirksamkeit und Sicherheit in den verschiedenen Patientenuntergruppen und unabhängig von der Chemotherapie, mit der Avastin kombiniert wurde.

Nachstehend die wichtigsten Ergebnisse der RIBBON-2-Studie:

  • Eine 28-%ige Verbesserung der Wahrscheinlichkeit des progressionsfreien Überlebens, dem primären Endpunkt der Studie (Hazard Ratio= 0,78, p=0,0072).
  • Bei Frauen, die Avastin in Kombination mit einer Chemotherapie erhielten, betrug das progressionsfreie Überleben im Median 7,2 Monate im Vergleich zu 5,1 Monaten bei den Frauen, die ausschliesslich eine Chemotherapie erhielten.
  • Die beobachtete Verbesserung der Tumorschrumpfung bei Patienten, die Avastin erhielten (Ansprechrate = 39,5 % bei Avastin + Chemotherapie im Vergleich zu 29,6 % bei alleiniger Chemotherapie), untermauert ebenfalls die Wirksamkeit von Avastin in diesem Anwendungsbereich (p=0,0193).

„Roche hat sich dazu verpflichtet, das Leben von Frauen mit Brustkrebs zu verbessern. Wir werden weitere Untersuchungen anstellen um herauszufinden, ob sich der Nutzen von Avastin auf andere Patientengruppen ausweiten lässt, bei denen Bedarf nach zusätzlichen Behandlungsoptionen besteht“, kommentierte William M. Burns, CEO der Division Pharma von Roche. „Für Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs ist dies ein weiterer signifikanter Schritt vorwärts, und wir freuen uns darauf, die Daten bei den Gesundheitsbehörden weltweit einzureichen.“

Die RIBBON-2-Studie wurde heute auf einer Pressekonferenz auf dem 32. Annual San Antonio Breast Cancer Symposium hervorgehoben. Die ausführlichen Ergebnisse werden heute Nachmittag vorgestellt (Abstract Nr. 42 – Freitag, 11. Dezember 2009, 15.00 – 15:15 Uhr CST in Ausstellungshalle D).

Quelle: Roche



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