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Konkrete Energie- und Klimapolitik: Jahresbericht EnergieSchweiz 2006

Kategorie: Politik | Eingetragen am 9. Oktober 2007 um 10:05 Uhr

EnergieSchweiz, das partnerschaftliche Programm für Energieeffizienz und erneuerbare Energien, bleibt auf Erfolgskurs. Die energetischen Wirkungen des Programms stiegen gegenüber dem Vorjahr um rund 26 Prozent an. EnergieSchweiz konnte im Jahr 2006 die CO2-Emissionen in der Schweiz um insgesamt 6 Prozent reduzieren, den Anteil der erneuerbaren Energien erhöhen und wichtige Impulse für den Energie- und Bausektor geben. Dies dokumentiert der heute veröffentlichte Jahresbericht 2006.

Die Resultate des Jahres 2006 bestätigen die Tatsache, dass EnergieSchweiz eine bedeutende Rolle in der Schweizer Energie- und Klimapolitik spielt:

  • Die energetische Wirkung der freiwilligen Massnahmen sowie der kantonalen Förderaktivitäten stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 26 Prozent auf 4,4 Petajoule (PJ) an: Es wurden rund 3 PJ Brennstoffe, 0,4 PJ Treibstoffe und 1,0 PJ Elektrizität eingespart oder durch erneuerbare Energieträger substituiert.
  • Auch bei den erneuerbaren Energien nahm die Wirkung des Programms im Vergleich zum Vorjahr mit rund 34 Prozent stark zu: 2006 wurden zusätzlich 131 Gigawattstunden (GWh) Strom aus erneuerbaren Energien (ohne Wasserkraft) produziert und im Wärmebereich zusätzliche 498 GWh aus erneuerbaren Energien.
  • Positive volkswirtschaftliche Wirkungen: Mit einem Budget von 42 Millionen Franken lösten die Massnahmen von EnergieSchweiz im Jahr 2006 ein Investitionsvolumen von rund 1’085 Millionen Franken und eine Beschäftigungswirkung von 5’900 Personenjahren aus.
  • Seit dem Start des Programms im Jahr 2001 bewirken die freiwilligen Massnahmen eine Reduktion des Energieverbrauchs um 1,8 Prozent.
  • Ohne EnergieSchweiz und dem Vorgängerprogramm Energie2000 würde der Verbrauch an fossiler Energie (Brenn- und Treibstoffe) um mehr als 8 Prozent und die CO2-Emissionen um 2,8 Millionen Tonnen über dem heutigen Niveau liegen (rund 6 Prozent der totalen CO2-Emissionen). Der gesamtschweizerische Stromverbrauch läge um rund 4,5 Prozent über dem heutigen Stand.


Energieeffizienz bleibt zentrales Thema für EnergieSchweiz

EnergieSchweiz will die Energieeffizienz in den nächsten Jahren noch stärker bearbeiten. Dazu verabschiedete die ,Strategiegruppe EnergieSchweiz“ das Papier „Plattform für Energieeffizienz“, welches im Sommer 2007 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. In diesem Papier bekennt sich EnergieSchweiz nicht nur zu verstärkten freiwilligen Massnahmen, sondern auch zur Notwendigkeit von schärferen Vorschriften bei Gebäuden und Geräten sowie marktwirtschaftlichen Instrumenten wie der CO2-Abgabe oder dem Bonus-/Malus-System für Personenwagen. Die Stossrichtung von EnergieSchweiz entspricht damit auch den Massnahmen, die in den Aktionsplänen für Energieeffizienz und erneuerbare Energien vorgeschlagen werden und über die der Bundesrat noch in diesem Jahr entscheiden wird.

Quelle: Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation



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