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Ruten für die BKW!

Kategorie: Energie/Versorger | Eingetragen am 5. Dezember 2007 um 10:22 Uhr

Der Samichlaus der Schweizerischen Energie-Stiftung SES hat der BKW Leitung heute Ruten verteilt. In Begleitung von 6 „Schmutzlis“, davon 2 aus Deutschland, hat die SES gegen die widersprüchliche und klimafeindliche Strompolitik der BKW FMB Energie AG protestiert. Anstatt auf eine konsequente Strategie der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien setzt der Kanton Bern mit seiner BKW auf die fossilen Energieträger Kohle und Gas und auf die teure und gefährliche Atomenergie.

Gerade in diesen Tagen ist der Klimaschutz in aller Munde. An der Uno-Klimakonferenz in Bali debattieren 10’000 Leute aus 190 Ländern über die Weiterführung der internationalen Klimapolitik. Mit dabei ist auch die Schweiz.

Von Klimaschutz und CO2-Reduktion hat die BKW anscheinend noch nichts mitgekriegt. Ihre anachronistische Strompolitik lässt dies jedenfalls vermuten. Statt auf klimaneutrale Energieträger, setzt die BKW auf die fossilen Energieträger Kohle und Gas. Das hindert die BKW aber trotzdem nicht, mit dem Klimaargument neue AKW zu fordern und die Atom- und Kohlestromveredelung auf der Grimsel auszubauen.

5’000’000 Tonnen CO2 für Deutschland
Im norddeutschen Dörpen im Emsland plant die BKW ein Steinkohlekraftwerk mit einer Leistung von 900 MW. Fünf Millionen Tonnen CO2 emittiert ein solches Kohlekraftwerk jährlich, das entspricht in etwa 10% der gesamten CO2-Emissionen in der Schweiz.

1’000’000 Tonnen CO2 und Atomrisiko für die Schweiz
Im bernischen Utzenstorf plant die BKW ein 400 MW Gaskraftwerk. Dieses produziert eine Million Tonnen CO2 jährlich. Das Grosskraftwerk ist zudem für eine effiziente Ausnutzung der fossilen Energien überdimensioniert. Die Abwärme kann deshalb nicht vollständig genutzt werden. Für das uralte AKW Mühleberg will die BKW eine unbefristete Betriebsbewilligung. Und klar redet man auch in Bern vom „Ersatz“ der alten AKW durch „neue und sicherere“.

Mit dabei an der Protestaktion der SES in Bern sind die beiden deutschen „Schmutzlis“ Nikolaus Schütte zur Wick und Helga Bahlmann von der Bürgerinitiative „Saubere Energie Dörpen“. Sie protestieren mit der SES gegen den Bau des schmutzigen Kohlekraftwerkes. Die Gemeinde Dörpen setzt alles daran, das Grossprojekt so schnell wie möglich ohne Bürgerbeteiligung durchzuziehen. Am heutigen 5. Dezember setzt sie das Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Kraftwerksgelände im Eiltempo in Gang.

Die SES und die BürgerInnen aus Dörpen fordern den Verwaltungsrat der BKW eindringlich auf, ihre Strompolitik zu ändern. Das bedeutet keine Kohle in Deutschland, kein Gas in der Schweiz und in Italien, kein neues AKW Mühleberg, keine Kohle- und Atomstromveredelung an der Grimsel, sondern die verstärkte Fokussierung auf erneuerbare Energien – im In- und Ausland. Die Berner Regierung, als Hauptaktionärin der BKW, ist gefordert!

Für Auskünfte vor Ort:
Jürg Buri, Geschäftsleiter SES: 078 627 84 14
Bernhard Piller, Projektleiter SES: 079 823 64 93
Bilder zur Aktion finden Sie ab 12:00 Uhr auf der SES Website www.energiestiftung.ch

Quelle: Schweizerische Energie-Stiftung – SES



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