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Neue Professoren und Beförderungen an der Universität Basel

Kategorie: Arbeiten in der Schweiz, Forschung | Eingetragen am 1. Februar 2008 um 11:53 Uhr

Der Universitätsrat der Universität Basel hat Prof. Friedrich Stefan Eckstein zum neuen Ordinarius für Herzchirurgie und Prof. Thomas Ward zum Ordinarius für Bioanorganische Chemie gewählt. Weiter hat er am Biozentrum Prof. Mihaela Zavolan zur Extraordinaria und Prof. Erik van Nimwegen zum Extraordinarius befördert. Prof. Daniel Bodmer wird neuer Assistenzprofessur für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde.

Prof. Friedrich Stefan Eckstein wird neuer Ordinarius für Herzchirurgie an der Medizinischen Fakultät. Gleichzeitig übernimmt er per 1. April 2008 die Funktion des Chefarztes Herzchirurgie am Universitätsspital Basel. Eckstein, geboren 1961 in Friedrichshafen am Bodensee, studierte an den Universitäten Heidelberg und Hamburg Medizin, die Ärztliche Prüfung bestand er 1990, die Promotion folgte 1991. Die klinisch-medizinische Ausbildung zum Herzchirurgen durchlief er in Freiburg i. Br., Hannover und Tübingen. Mit dem Facharzttitel für Herzchirurgie wechselte er 1999 ans Inselspital Bern, wo er als Oberarzt und seit 2004 als Leitender Arzt tätig ist. 2002 habilitierte er sich an der Universität Bern. Zu seinen speziellen klinischen Interessen gehören unter anderem die koronare Bypasschirurgie, die rekonstruktive Herzklappenchirurgie, die Aortenchirurgie und chirurgische Therapieoptionen bei Herzinsuffizienz. Friedrich Eckstein ist verheiratet und Vater vom drei Kindern.

Prof. Thomas Ward, neuer Ordinarius für Bioanorganische Chemie an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, ist seit 2000 Ordinarius für Anorganische Chemie an der Universität Neuenburg. Geboren 1964 in Freiburg i. Ue., studierte er an der dortigen Universität Organische und Anorganische Chemie bis zum Diplom und wechselte danach an die ETH Zürich, wo er 1991 doktorierte. Darauf absolvierte er für je ein Jahr ein Postdoktorat an der Cornell University, Ithaca NY (USA) und an der Universität Lausanne. Von 1993 bis 2000 war Ward als Oberassistent am Departement für Chemie und Biochemie an der Universität Bern tätig, wo er sich 1999 habilitierte. 2000 hatte er eine SNF-Förderungsprofessur inne. Seine Forschungsschwerpunkte sind künstliche Metallenzyme, enantioselektive Katalyse, molekulare Schalter, Nanobiotechnologie und Biomineralisation. In Basel möchte er seine Forschung mit künstlichen Enzymen auf medizinische Anwendungen und zur Erzeugung von Methanol, ausgehend von Methan, erweitern. Ward ist Doppelbürger der USA und der Schweiz, verheiratet und Vater von drei Kindern.

Prof. Mihaela Zavolan wurde zur Extraordinaria an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät befördert (Gewährung der Tenure); sie ist seit 2003 Assistenzprofessorin für Computational Biology/Genomics am Biozentrum. Sie wurde 1968 in Timisoara (Rumänien) geboren, studierte zunächst an der dortigen Universität für Medizin und Pharmazie, darauf nach Forschungsaufenthalten in den USA Computer Science an der University of New Mexico in Albuquerque (USA), wo sie 1999 ihre Dissertation abschloss. Darauf folgte ein dreijähriges Postdoktorat am Laboratory of Computational Biology an der Rockefeller University in New York (USA), bevor sie an die Universität Basel wechselte. Seit 2004 ist sie auch Gruppenleiterin im Schweizerischen Institut für Bioinformatik. Der Forschungsschwerpunkt ihrer Gruppe ist die bioinformatische Analyse der Ribonukleinsäuren, darunter der so genannten Mikro-RNAs, die viele Prozesse wie Entwicklung, Zellteilung, und Stoffwechsel regulieren. Mihaela Zavolan ist rumänische Staatsbürgerin.

Ebenfalls am Biozentrum an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät zum Extraordinarius befördert wurde Prof. Erik van Nimwegen, der hier seit 2003 eine Assistenzprofessur für Systembiologie (mit Tenure Track) innehat. Geboren als niederländischer Staatsbürger 1970 in Amsterdam, studierte er zunächst Theoretische Physik an der Universität Amsterdam, dann Theoretische Biologie und Bioinformatik an der Universität Utrecht bis zum Doktoratsabschluss (PhD) im Jahr 1999. Bis 2003 forschte er am Santa Fe Institute in New Mexico und an der Rockefeller University in New York (USA). Van Nimwegen ist am Biozentrum der Universität Basel seit 2004 Leiter einer Forschungsgruppe im Bereich Computational Systems Biology. Daneben ist er auch Gruppenleiter am Schweizerischen Institut für Bioinformatik. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Mechanismen der Kontrolle und Regulation von Zellen und ihrer Evolution.

Zur Kenntnis genommen hat der Universitätsrat die Wahl von Prof. Daniel Bodmer zum Assistenzprofessur (mit Tenure Track) für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde an der Medizinischen Fakultät. Bodmer ist bereits an der HNO-Klinik des Universitätsspitals Basel tätig. 1968 in Richterswil geboren, studierte er Medizin an der Universität Zürich bis zur medizinischen Doktorarbeit 1996; sein Zweitstudium der Molekularbiologie, Zoologie und Physikalischer Chemie absolvierte er an der Universität Zürich. An der ETH Zürich schloss er 1999 mit der experimentellen Doktorarbeit ab. Darauf folgten Forschung und klinische Tätigkeiten unter anderem am Universitätsspital Zürich, der University of California, San Diego, und der University of Toronto. 2005 erwarb sich Bodmer den Facharzttitel FMH für Otorhinolaryngologie und wurde im selben Jahr Privatdozent an der Universität Zürich. 2007 wurde er Oberarzt in Otorhinolaryngologie am Universitätsspital Zürich. Sein Forschungsschwerpunkt ist die molekulare Otologie, vor allem Protektion und Reparationsmechanismen in der Hörschnecke (Cochlea).

Prof. Christian Kleiber, seit 2006 Extraordinarius an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, wurde vom Universitätsrat zudem zum Ordinarius für Statistik und Ökonometrie ernannt.

Quelle: Universität Basel



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