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Schweizer Stiftungszentrum geht an die Universität Basel

Kategorie: Bildung und Forschung | Eingetragen am 7. März 2008 um 17:30 Uhr

An der Universität Basel entsteht das erste interdisziplinäre Kompetenzzentrum für Stiftungswesen und Philanthropie der Schweiz. Lanciert wurde das auf 2,5 Mio. Franken veranschlagte Vorhaben von SwissFoundations, dem Verband der Schweizer Förderstiftungen. Ziel ist es, eine wissenschaftlich fundierte Forschung, Weiterbildung und Dienstleistung im Stiftungswesen zu fördern und anzubieten.

Die Universität Basel wird ab Herbst 2008 ein interdisziplinäres Kompetenzzentrum für Stiftungswesen und Philanthropie aufbauen. SwissFoundations, der Verband der Schweizer Förderstiftungen, hat die Idee lanciert und stellt für die Realisierung über verschiedene Mitgliederstiftungen eine Anschubfinanzierung von 2,5 Mio. Franken für fünf Jahre bereit. Eine Finanzierungsbeteiligung bereits zugesagt haben die Avina Stiftung, Hurden, die Gebert Rüf Stiftung, Zürich, sowie die Sophie und Karl Binding Stiftung, Basel.

Im Rahmen einer Ausschreibung waren mehrere Schweizer Universitäten eingeladen, sich um diese Fördermittel zu bewerben. Ausgewählt wurde die Universität Basel, die ein überzeugendes Konzept für die vorgeschlagene Einrichtung eines solchen Zentrums vorlegte.

Der Schweizer Stiftungssektor ist eine eigentliche Wachstumsbranche. Zu den heute geschätzten 11’000 gemeinnützigen Stiftungen kommen jedes Jahr neue dazu. Das jährliche Ausschüttungsvolumen liegt geschätzt bei rund einer Milliarde Franken. Dies entspricht in etwa zwei Prozent des gesamten Bundeshaushaltes – Tendenz steigend. Die Themen Stiftung und Gemeinnützigkeit waren ausserhalb des Stiftungsrechts jedoch kaum Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Es fehlt nicht nur an verlässlichen Angaben zu Grösse, Entwicklung und Bedeutung des Sektors, sondern auch an einem wissenschaftlich abgestützten Orientierungsrahmen für die strategische und operative Stiftungsarbeit. Diese Lücken sollen mit dem neuen Zentrum in Basel geschlossen werden. Daneben wird das neue Zentrum auch Dienstleistungen in Beratung und Weiterbildung für Stifter, Stiftungsvertreter und andere interessierte Personen anbieten.

Quelle: Universität Basel



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