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Axpo analysiert Erneuerung von Wasserkraftkonzessionen in der Schweiz

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Wasserkraftwerk Eglisau an der Thur, Schweiz.
© Daniel Werder / Axpo | Quelle: https://www.axpo.com/group/de/news-und-stories/medienkontakt/media-library.html
  • Fast 60 Prozent der inländischen Stromproduktion stammen aus Wasserkraft. Damit spielt sie eine zentrale Rolle für die Versorgungssicherheit der Schweiz.
  • Mit dem Ablauf zahlreicher Konzessionen können Gemeinden und Kantone Eigentums- und Beteiligungsstrukturen neu gestalten. Die Entscheide prägen Betrieb, Wertschöpfung und Risikoverteilung über Jahrzehnte.
  • Das White Paper von Axpo behandelt die juristischen, technischen und wirtschaftlichen Fragen, die sich beim Ablauf von Wasserkraftkonzessionen stellen.

Axpo hat das White Paper «Erneuerung von Wasserkraftkonzessionen: Chancen & Herausforderungen» veröffentlicht. Es soll Gemeinden und Kantonen als Orientierungshilfe dienen, wenn Konzessionen für Wasserkraftwerke auslaufen und Entscheide über Heimfall, Beteiligungen, Betrieb, Vermarktung und Risikotragung anstehen.

In der Schweiz benötigen Betreiber von Wasserkraftwerken eine kantonale oder kommunale Wasserrechtskonzession, um öffentliches Wasser für die Stromproduktion zu nutzen. Die maximale Laufzeit einer solchen Konzession beträgt gemäss Bundesgesetz 80 Jahre. In den kommenden Jahren und Jahrzehnten laufen zahlreiche Konzessionen aus, was zu Veränderungen bei den Eigentums- und Beteiligungsverhältnissen führen kann.

Heimfall oder Erneuerung der Konzession

Beim Ablauf einer Konzession stehen dem zuständigen Gemeinwesen grundsätzlich zwei Wege offen: Es kann den Heimfall ausüben und das Wassernutzungsrecht anschliessend neu vergeben. Alternativ kann es auf den Heimfall verzichten und die Konzession erneuern. In beiden Fällen lässt sich die künftige Beteiligung neu ausgestalten.

Welche Variante gewählt wird, hängt laut Axpo von zahlreichen juristischen, technischen und wirtschaftlichen Faktoren ab. Das White Paper richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit und insbesondere an politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger. Es soll eine sachliche Grundlage für weitere Abklärungen und Entscheidungsprozesse schaffen.

Mehr Mitsprache bringt zusätzliche Verantwortung

Das White Paper vergleicht den Heimfall und den Heimfallverzicht sowie verschiedene Beteiligungsmodelle. Eine höhere öffentliche Beteiligung kann demnach zusätzliche Mitsprache und eine stärkere Teilhabe an möglichen Erträgen ermöglichen. Gleichzeitig steigen die finanziellen und marktwirtschaftlichen Risiken sowie der Kapitalbedarf. Hinzu kommen operative, technische, regulatorische, haftungsbezogene und organisatorische Verantwortlichkeiten.

Als möglichen Mittelweg beschreibt Axpo eine Erfolgsbeteiligung, die beispielsweise marktbasiert ausgestaltet werden kann. Damit kann ein Gemeinwesen seine Beteiligung bedarfsgerecht festlegen und zusätzlich an der Wertschöpfung jener Anteile teilhaben, die bei bisherigen Partnern verbleiben. Zugleich können bestehende Betriebsstrukturen, Fachwissen und Synergien erhalten bleiben.

Das White Paper empfiehlt eine frühzeitige Planung, eine realistische Einschätzung der eigenen finanziellen und personellen Möglichkeiten, eine angemessene Risikostreuung sowie die Prüfung partnerschaftlicher Modelle. Zudem seien klare und transparente Governance-Strukturen wichtig.

«Konzessionserneuerungen sind Generationenentscheide. Unser Ziel ist, Gemeinden und Kantonen eine belastbare Grundlage zu geben, damit sie Chancen und Risiken der unterschiedlichen Modelle sorgfältig abwägen können», sagt Viktor Lir, Leiter Asset Management Hydroenergie & Biomasse und Mitautor des White Papers.

Axpo ist die grösste Schweizer Stromproduzentin und im Energiehandel sowie in der Vermarktung von Solar- und Windkraft tätig. Das Unternehmen beschäftigt rund 7500 Mitarbeitende und ist in über 30 Ländern in Europa, Nordamerika und Asien aktiv.

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Quelle:
Axpo
axpo.com

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