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ABB übernimmt 51% an Joint Venture mit Mitsubishi Electric für 495 Mio. US-Dollar

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  • ABB übernimmt für 79 Milliarden Yen, rund 495 Millionen US-Dollar, eine Mehrheitsbeteiligung von 51 Prozent am neuen Joint Venture.
  • Das Gemeinschaftsunternehmen mit Mitsubishi Electric soll ABBs Position in Japan stärken und den Zugang zu weiteren Wachstumsmärkten im asiatisch-pazifischen Raum verbessern.
  • Das Joint Venture konzentriert sich auf Produkte und Lösungen für die Niederspannungs-Energieverteilung und -schutztechnik.

ABB gründet mit Mitsubishi Electric ein Joint Venture für Niederspannungslösungen in Asien. In das neue Unternehmen wird das ausgegliederte Produktgeschäft von Mitsubishi Electric für die Niederspannungs-Energieverteilung eingebracht. ABB erwirbt für 79 Milliarden Yen, rund 495 Millionen US-Dollar, eine Mehrheitsbeteiligung von 51 Prozent.

Zusätzlich übernimmt ABB die mit dem Geschäft verbundenen Vertriebsaktivitäten von Mitsubishi Electric für Niederspannungs-Energieverteilungsprodukte ausserhalb Japans vollständig. Der Abschluss der Transaktion ist für die zweite Jahreshälfte 2027 vorgesehen und steht unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen sowie weiterer üblicher Vollzugsbedingungen. Mittelfristig verfügt ABB über eine Option zur vollständigen Übernahme der verbleibenden Anteile.

Ausbau der Marktpräsenz in Japan und Asien-Pazifik

Das Joint Venture soll die Technologie und das globale Vertriebsnetz von ABB mit der etablierten Marktpräsenz von Mitsubishi Electric verbinden. ABB will damit die bislang begrenzte Präsenz ihres Elektrifizierungsgeschäfts in Japan ausbauen und zusätzliche Wachstumschancen im asiatisch-pazifischen Raum erschliessen.

Giampiero Frisio, Leiter des ABB-Geschäftsbereichs Elektrifizierung, sagte: «Japan ist einer der weltweit wichtigsten Elektrifizierungsmärkte. Mitsubishi Electric bedient dort seine Kunden im Bereich Niederspannungs-Energieverteilung seit vielen Jahrzehnten und hat umfassendes Know-how aufgebaut. Unser Joint Venture verbindet diese starke lokale Basis mit den führenden Technologien und der globalen Reichweite von ABB.» Dadurch werde die Position des Unternehmens in Japan und im gesamten asiatisch-pazifischen Raum erheblich gestärkt. Kunden und Mitarbeitende erhielten Kontinuität, zusätzliche Möglichkeiten und Zugang zu einem breiteren Portfolio an Niederspannungslösungen.

Takayuki Tsuzuki, Senior Executive Officer und Group President Factory Automation Systems der Mitsubishi Electric Corporation, erklärte, Mitsubishi Electric habe die technologischen Fähigkeiten und Qualitätsstandards ihres Energieverteilungsgeschäfts in den vergangenen 100 Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Das Joint Venture verbinde die globale Geschäftsbasis von ABB mit den Technologien, dem Kundenstamm und den Vertriebskanälen von Mitsubishi Electric. Dadurch solle das Geschäft mit Energieverteilungsprodukten ausgebaut und weiterentwickelt werden.

Rund 2’800 Mitarbeitende und zwei Produktionsstandorte

Das Energieverteilungsgeschäft von Mitsubishi Electric beschäftigt rund 2’800 Mitarbeitende. Es verfügt über Produktionsstätten in Fukuyama in Japan und Hanoi in Vietnam. Zum Portfolio gehören Niederspannungs-Leistungsschalter, Schalter, Motorstarter, Schütze und Steuergeräte, Ausrüstung zur Energiemessung und -überwachung sowie unterbrechungsfreie Stromversorgungssysteme.

Mit der Transaktion setzt ABB ihre sogenannte Local-for-Local-Strategie fort, die auf kundennahe Beschaffung und Produktion in Schlüsselmärkten ausgerichtet ist. Das Joint Venture soll die Produkte und das globale Vertriebsnetz von ABB mit den Kundenbeziehungen und lokalen Produktionskapazitäten von Mitsubishi Electric kombinieren. ABB erhält zugleich die Möglichkeit, den bestehenden Kunden von Mitsubishi Electric eigene Technologien anzubieten.

Geschäft mit 102 Milliarden Yen Umsatz

Im Geschäftsjahr 2025, das im März 2026 endete, erzielte das Niederspannungs-Energieverteilungsgeschäft von Mitsubishi Electric einen Nettoumsatz von rund 102 Milliarden Yen, entsprechend rund 640 Millionen US-Dollar. Die EBITDA-Marge lag im niedrigen zweistelligen Bereich. Die verbundenen Vertriebsaktivitäten ausserhalb Japans erwirtschaften rund 15 Prozent des Umsatzes.

Die zusammengeführten Geschäfte haben einen Gesamtunternehmenswert von rund 890 Millionen US-Dollar. Auf Basis der Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 entspricht die Transaktion einem Verhältnis von Unternehmenswert zu Umsatz von rund 1,4x und einem Verhältnis von Unternehmenswert zu EBITDA von rund 11,1x.

ABB erwartet, dass Synergien das Ergebnis des Joint Ventures verbessern und das implizite EV/EBITDA-Multiple dadurch auf einen mittleren bis hohen einstelligen Wert sinkt. Nach dem ersten Jahr soll sich das Gemeinschaftsunternehmen positiv auf den Gewinn je Aktie auswirken. Innerhalb von fünf Jahren strebt ABB eine operative EBITA-Marge von mindestens 20 Prozent an.

ABB ist ein weltweit tätiges Technologieunternehmen in den Bereichen Elektrifizierung und Automation. Das Unternehmen blickt auf eine mehr als 140-jährige Geschichte zurück, beschäftigt rund 110’000 Mitarbeitende und ist an der SIX Swiss Exchange unter dem Kürzel ABBN sowie an der Nasdaq Stockholm unter ABB kotiert.

Mitsubishi Electric Corporation wurde 1921 gegründet und beschäftigt über 200 Konzerngesellschaften hinweg rund 150’000 Mitarbeitende. Das Unternehmen stellt elektrische und elektronische Geräte und Systeme für verschiedene Sektoren her. Im Geschäftsjahr bis zum 31. März 2026 erzielte Mitsubishi Electric einen konsolidierten Umsatz von 5’894,7 Milliarden Yen beziehungsweise 36,8 Milliarden US-Dollar.

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Quelle:
ABB
abb.com

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