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Grosszügige Eckenstein-Geigy-Stiftung ermöglicht Fortschritte in der Kindermedizin

Kategorie: Bildung und Forschung, Forschung, Pharma/Medizin | Eingetragen am 8. Juni 2011 um 10:08 Uhr

Mit 15 Mio. Franken fördert die Eckenstein-Geigy-Stiftung die dringend nötige Erforschung und Entwicklung von Medikamenten für Kinder und Jugendliche. Für die Dauer von vorerst zehn Jahren werden am Universitäts-Kinderspital beider Basel UKBB eine «Eckenstein-Geigy-Forschungs-professur für Pädiatrische Pharmakologie» sowie eine Abteilung für Klinische Pharmakologie in der Pädiatrie eingerichtet. Heute bestehen in der Kinderpharmakologie noch bedeutende Wissenslücken und Risken: Sehr viele an Kinder verabreichte Arzneimittel wurden nicht so umfänglich geprüft, wie dies in der Erwachsenenmedizin Standard ist.

Gemeinsame Medienmitteilung der Universität Basel und des Universitäts-Kinderspitals beider Basel UKBB
Die grosszügige Gabe zur Einrichtung einer Forschungsprofessur und einer klinisch-pharmakologischen Abteilung innerhalb der Kinderheilkunde wird wesentlich dazu beitragen, neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Aufnahme und Wirkung von Medikamenten bei Kindern und Jugendlichen zu gewinnen. Dieses Wissen ist dringend erforderlich, sind heute doch noch 50 bis 90 Prozent der an Kinder und Jugendliche verabreichten Medikamente nicht für diese Altersgruppe auf Wirkung und Sicherheit ausreichend ausgetestet.

Vernetzung und Synergien
Angestrebt wird eine enge Zusammenarbeit mit pädiatrischen Kliniken anderer Universitäten in der Schweiz. Es sind auch internationale Vernetzungen vorgesehen, insbesondere mit der Universität von Oxford (England), mit welcher im Bereich der Kinder- und Jugendmedizin eine enge Zusammenarbeit aufgebaut wird. Die «Eckenstein-Geigy-Abteilung für Pädiatrische Pharmakologie» könnte durch ihre Einzigartigkeit in der Schweiz für dieses Fachgebiet eine Vorreiterrolle für die Schweiz und weite Teile Europas übernehmen. Angesichts des exzellenten biomedizinischen und pharmazeutischen Umfeldes in Basel bestehen für diese Initiative ausgezeichnete Bedingungen und Möglichkeiten für Synergien.

Die Idee für die neue Stiftungsprofessur war von Matthias Eckenstein-Geigy, Präsident des Stiftungsrats der Eckenstein-Geigy-Stiftung, gemeinsam mit Dr. med. Conrad E. Müller, CEO des UKBB, und Forschenden der Universität Basel (Prof. Dr. med. Georg Holländer und Prof. Dr. med. Peter Meier-Abt) entwickelt worden. Sie hatten Matthias Eckenstein auf die dringende Notwendigkeit der Forschung über die Wirkung von Medikamenten bei Kindern aufmerksam gemacht. Aufgrund belastender persönlicher Erfahrungen im Familien- und Bekanntenkreis erkannte der Stiftungsrat die Bedeutung des Anliegens und entschied sich, die Professur mit namhaften Mitteln zu ermöglichen.

Dank für die Stiftung
Die Universität Basel und das UKBB sowie die Regierungen ihrer Trägerkantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt sind hoch erfreut über die Einrichtung der «Eckenstein-Geigy-Stiftungsprofessur». An der Medienkonferenz vom 8. Juni 2011 bedankten sich Dr. Carlo Conti, Vizepräsident des Regierungsrats und Vorsteher des Gesundheitsdepartements Basel-Stadt, namens der beiden Kantone und des Kinderspitalrats sowie Prof. Dr. Peter Meier-Abt, Vizerektor für Forschung und Nachwuchsförderung der Universität Basel, bei Matthias Eckenstein-Geigy und seinen Angehörigen herzlich für die beispielhafte Grosszügigkeit im Dienste der Forschung für das Wohlergehen von Kinder und Jugendlichen.

Am 9. Juni 2011 findet im Zentrum für Lehre und Forschung der Universität Basel das zweite Symposium der «Swiss Clinical Trial Organisation (SCTO)» zum Thema der Klinischen Forschung in der Pädiatrie statt, an welchem die speziellen Gesichtspunkte der Therapieforschung bei Kinder und Jugendlichen erörtert wird. Die SCTO arbeitet zusammen mit führenden Forscherpersönlichkeiten in der Pädiatrie und zurzeit auch am Aufbau eines nationalen Netzwerkes für pädiatrische Klinische Forschung. Diese Initiative wird auch vom Schweizerischen Nationalfonds und der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften unterstützt.

Quelle: Universität Basel



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