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Mathematik und HNO: Neue Ordinarien an der Universität Basel

Kategorie: Bildung und Forschung | Eingetragen am 28. Januar 2011 um 09:44 Uhr

Zwei neue Professoren an der Universität Basel: Der Universitätsrat hat Prof. Helmut Harbrecht zum Ordinarius für Computational Mathematics und Prof. Daniel Bodmer zum Ordinarius für Oto-Rhino-Laryngologie (Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde) ernannt.

Prof. Helmut Harbrecht, der neue Ordinarius für Computational Mathematics an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, ist derzeit Professor am Institut für Angewandte Analysis und Numerische Simulation der Universität Stuttgart; hier hat er 2009 den Lehrstuhl «Modelling of Uncertain Systems» im Exzellenzcluster «Simulation Technology» übernommen. Geboren 1971 in Bühl (Baden-Württemberg), studierte er von 1990 bis 1997 Mathematik an der Universität Karlsruhe (TH). Darauf war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent an der Technischen Universität Chemnitz – mit Promotion 2001 – und an der Universität Kiel, wo er sich 2006 habilitierte. Dazwischen arbeitete er als Postdoktorand an der Universiteit Utrecht sowie als Dozent an der ETH Zürich und der Universität Bonn. 2007 folgte er einem Ruf ans Institut für Numerische Simulation nach Bonn auf eine Professur für wissenschaftliches Rechnen, bevor er an die Universität Stuttgart wechselte.

Harbrechts Forschungsgebiet ist die numerische Mathematik; neben der Analyse und Entwicklung von leistungsfähigen Algorithmen zur Lösung von partiellen Differentialgleichungen beschäftigt er sich vor allem auch mit ihrer Implementierung. Seine Forschungsschwerpunkte sind die effiziente Diskretisierung nichtlokaler Operatoren, speziell von Randintegraloperatoren, die Formoptimierung und die Modellierung und schnelle Lösung von partiellen Differentialgleichungen mit unsicheren Eingangsdaten. In Basel möchte er sich verstärkt der Behandlung von hochdimensionalen Aufgabenstellungen widmen – einem hochaktuellen Forschungsthema. Hochdimensionale Probleme treten unter anderem bei der stochastischen Modellierung, der Homogenisierung oder auch in der Quantenchemie auf. In der Lehre wird er sein Fachgebiet nicht nur innerhalb des Studiengangs Mathematik, sondern auch im interdisziplinären Studiengang Computational Sciences vertreten. Harbrecht ist verheiratet und Vater eines Sohnes und einer Tochter.

Der neue Ordinarius für Oto-Rhino-Laryngologie an der Medizinischen Fakultät, Prof. Daniel Bodmer, ist hier bereits seit 2008 Assistenzprofessur (mit Tenure Track) für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde an der HNO-Klinik des Universitätsspitals Basel; hier wird er neu Chefarzt der HNO-Klinik. 1968 in Richterswil ZH geboren, studierte er Medizin an der Universität Zürich bis zur medizinischen Doktorarbeit, die er 1996 abschloss. Sein Zweitstudium in Molekularbiologie, Zoologie und Physikalischer Chemie absolvierte er ebenfalls an der Universität Zürich. An der ETH Zürich arbeitete Bodmer an seiner experimentellen Doktorarbeit, die er 1999 abschloss. Darauf folgten Forschung und klinische Tätigkeiten unter anderem am Universitätsspital Zürich, der University of California, San Diego, und der University of Toronto. 2005 erwarb er sich den Facharzttitel FMH für Otorhinolaryngologie und wurde Privatdozent an der Universität Zürich. 2007 wurde er Oberarzt in Otorhinolaryngologie am Universitätsspital Zürich.

Bodmers Forschungsschwerpunkt ist die molekulare Otologie und dabei vor allem die Protektion und Reparationsmechanismen in der Hörschnecke (Cochlea). In Basel möchte er seine Forschungen im Bereich des Innenohres fortführen. Ein zentrales Anliegen ist ihm eine hochstehende medizinische Versorgung der Bevölkerung. Bodmer ist verheiratet und Vater zweier Söhne.

Quelle: Universität Basel



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