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Graubündner Kantonalbank: Jahresabschluss 2007 – Fünftes operatives Rekordergebnis in Folge

Kategorie: Finanzen | Eingetragen am 1. Februar 2008 um 09:52 Uhr

Die Graubündner Kantonalbank erzielt in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld ein weiteres operatives Rekordergebnis. Mit dem Ergebnis 2007 wurden die strategischen Ziele bezüglich Rentabilität und Produktivität erreicht. Davon profitieren PS-Inhaber, Kanton, Öffentlichkeit und Mitarbeitende.

  • Der Bruttogewinn stieg um CHF 8.1 Mio. auf CHF 218.6 Mio.
  • Kundenausleihungen wachsen um 3.4% und das Kundenvermögen um 1.7%.
  • Wertberichtigungen entlasteten die Erfolgsrechnung um CHF 19.4 Mio.
  • Der Konzerngewinn steigt mit CHF 104.8 Mio. (+ 16.8%) erstmals auf über CHF 100 Mio. an.
  • Die Dividende steigt um CHF 3.00 auf CHF 29.00 (+ 11.5%).
  • Der Kanton Graubünden erhält in der Form von Dividenden und Abgeltung der Staatsgarantie CHF 66.0 Mio. (+ 11.0%).
  • Die Eigenkapitalrentabilität liegt exklusive Sonderfaktoren bei 13.4%, die Cost/Income-Ratio I bei 43.1%.
  • Für das laufende Jahr wird bei sich normalisierenden Finanzmärkten ein Bruttogewinn von klar über CHF 200 Mio. erwartet. Der Gewinn je PS wird zwischen CHF 76 und CHF 80 erwartet.

„Mit dem Geschäftsjahr 2007 haben wir unsere Unternehmung strategisch in Position gebracht. Dies erlaubt uns einen sehr positiven Ausblick auf das Jahr 2008“, kommentiert CEO Alois Vinzens den Jahresabschluss der GKB. Dieses fünfte operative Rekordergebnis der Bank ist vor allem auf Mehrerträge aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (+ 4.4 Mio./+ 4.2%) bei gleichzeitig tieferen Geschäftskosten (- 2.3 Mio./- 1.4%) zurückzuführen. Im Berichtsjahr 2007 emittierte die Graubündner Kantonalbank erstmals strukturierte Produkte. Das grosse Interesse der Beratungskunden führte trotz ersten Turbulenzen an den Finanzmärkten zum erwähnten Mehrertrag. Die Steigerung des übrigen ordentlichen Erfolges (+ 1.2 Mio./+ 16.3%) konnte durch Verkauf von Liquidationsobjekten (Liegenschaften) erreicht werden.

Mehr Personalkosten bei reduziertem Personalbestand
Der Personalaufwand stieg im Jahresvergleich um + 2.7 Mio. auf 109.9 Mio. an; dies primär wegen Ausbildungsmassnahmen, variabler Lohnkosten und Vorsorgeleistungen. Gleichzeitig reduzierte sich der Mitarbeiterbestand teilzeitbereinigt um 39.5 auf 845.0 Mitarbeitende. Der Rückgang des Personalbestandes ist mit den befristeten Anstellungen im IT-Migrationsprojekt zu erklären. Der Sachaufwand (- 5.0 Mio.) reduzierte sich durch ein kleineres Projektvolumen sowie diverse Sonderaufwendungen im Vorjahr, wie beispielsweise die Eröffnung des Kundenhauses.

Trotz Sonderabschreibungen Produktivität im Zielkorridor
Die Produktivität in Form der Cost/Income-Ratio I reduzierte sich auf 43.1%. Die ausserordentlichen Abschreibungen des Restbuchwertes der aktivierten Migrationskosten (19.9 Mio.) führten zu einer Erhöhung der Abschreibungen um CHF 9.5 Mio. gegenüber dem Vorjahr und damit zu einer Cost/Income-Ratio II (CIR II) von 54.2%. „Es ist ein Zeichen der Stärke, dass ein solches Grossprojekt im Rahmen des strategischen Zielkorridors (CIR II 55%) abgewickelt werden konnte“, analysiert Bankpräsident Dr. Hans Hatz. Die CIR II liegt ohne die ausserordentliche Abschreibung von CHF 19.9 Mio. bei 49% (- 5.2%-Punkte).

Eigenkapitalrentabilität liegt exklusive Sonderfaktoren bei 13.4%
Die konjunkturelle Situation führte zu Auflösungen von Wertberichtigungen und Rückstellungen. Der positive Ergebnisbeitrag übertraf mit CHF 19.4 Mio. das Vorjahresergebnis (CHF 2.6 Mio.) deutlich. Die Eigenkapitalrentabilität konnte ohne die ausserordentliche Abschreibung und die finanziellen Belastungen im Zusammenhang mit dem Vergleich mit Parmalat (CHF 28.8 Mio.) auf 13.4% (Vorjahr: 12.4%) gesteigert werden.

Kundenausleihungen steigen mit 3.4%
Das Wachstum bei den Kundenausleihungen, das heisst bei den Privat- und Unternehmensfinanzierungen, von 3.4% auf CHF 12’191 Mio., unterstreicht die Marktpräsenz der GKB. Das Kundenvermögen stieg im Berichtsjahr um CHF 371.5 Mio. (+ 1.7%). Das akquirierte Neugeld inklusive Kapitalerträge hat zum erwähnten Wachstum einen Beitrag von CHF 281.7 Mio. geleistet.

Höhere Ausschüttungen – Breite Wertschöpfung
Der Konzerngewinn stieg durch das gute Ergebnis auf CHF 104.8 Mio. (+ 16.8%) und damit erstmals über CHF 100 Millionen. Bei der Gewinnverwendung wurde die Dividende um CHF 3.00 auf CHF 29.00 oder 11.5% erhöht. Die Ausschüttung an den Kanton Graubünden erhöht sich inklusive Abgeltung für die Staatsgarantie auf CHF 66.0 Mio. (+ 11.0%). Vom Betriebsgewinn der Bank profitiert jährlich nebst Kanton und Partizipanten auch die Öffentlichkeit. Der GKB-Beitragsfonds finanzierte 2007 – im Gegensatz zu ihrem Sponsoring-Engagement – nichtkommerzielle Projekte in und für Graubünden mit CHF 1.6 Mio. Damit leistete sie einen Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität in Graubünden.

Quelle: Graubündner Kantonalbank



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