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RE-Tochtergesellschaft SEI S.p.A. projektiert zusammen mit Partnern Kohlekraftwerk in Italien

Kategorie: Energie/Versorger, Handel | Eingetragen am 18. Juni 2008 um 06:46 Uhr

Gemäss ihrer Strategie erweitert die Rätia Energie Gruppe schrittweise ihren nationalen und internationalen Produktionspark. In der Schweiz wurden in den letzten Monaten verschiedene Projekte im Bereich der Wasserkraft entwickelt, jetzt schlägt die RE-Tochtergesellschaft SEI S.p.A. zusammen mit Partnern die Realisierung eines Kohlekraftwerks in Saline Joniche (Kalabrien/Italien) vor.

Die SEI S.p.A. (Mailand) an der nebst Rätia Energie AG auch Hera S.p.A., Foster Wheeler Italiana S.p.A. und Apri Sviluppo S.p.A. beteiligt sind, plant auf einem ungenutzten Industriegelände in Saline Joniche ein Kohlekraftwerk der neusten Technologie mit einer installierten Leistung von 1320 MW zu erstellen. Das Bewilligungsverfahren wird heute mit der Übergabe der Projektdokumentation an die zuständigen Behörden eingeleitet.
Die SEI S.p.A. plant, ein Kraftwerk neuster Technologie zu realisieren: Gegenüber herkömmlichen Anlagen bedeutet dies einen deutlich geringen Kohleverbrauch und damit tiefere CO2-Emmissionen. Die Anlage wird mit modernsten Filtern und Systemen zur Abgasbehandlung ausgestattet. Ebenso wird das Kraftwerk von Anfang an technisch konsequent so ausgelegt, dass später eine CO2-Abscheidung möglich ist. Die Anlage ist so konzipiert, dass sie nebst Kohle auch Biomasse aus lokaler Produktion verarbeiten kann.

Technologische Diversifikation
Rätia Energie will als integrierte Elektrizitätsgesellschaft in den Schlüsselmärkten Schweiz, Italien, Deutschland und Südosteuropa auf der ganzen Wertschöpfungskette aktiv sein. Zudem sollen die Handels- und Vertriebsaktivitäten mit ausreichender Eigenproduktion unterlegt sein. Gemäss dieser Strategie baut die Unternehmensgruppe entsprechend ihrem Wachstum in diesen Märkten schrittweise neue eigene Kraftwerke oder Produktionsbeteiligungen auf. Sie legt dabei aus Gründen der Versorgungssicherheit und der Risikoverteilung Wert auf eine Diversifikation nicht nur nach den Produktionsländern, sondern auch nach den eingesetzten Technologien. In der Schweiz stehen Wasserkraftwerke im Vordergrund. In Italien und Deutschland stehen thermische Anlagen (Gas, Kohle) sowie Windkraftwerke im Zentrum, in Mittel-/Osteuropa setzt Rätia Energie auf Wasserkraft, Wind und thermische Kraftwerke.

Kompetenzzentrum soll Anlage ergänzen
Der Strombedarf in Europa kann derzeit und auf Jahre hinaus nicht allein mit erneuerbaren Energien gedeckt werden. Wo immer aber Gas- und Kohlekraftwerke realisiert werden, müssen nach Möglichkeit die neusten jeweils verfügbaren Technologien zum Einsatz kommen. Entsprechend setzt die SEI S.p.A bei ihrem Projekt in Saline Joniche auf eine hochmoderne Konzeption der Anlage. Darüber hinaus will SEI S.p.A. einen Beitrag zur Entwicklung eines Kompetenzzentrums für Forschung im Bereich erneuerbarer Energien und entsprechender Spitzentechnologie auf dem Gelände in Saline Joniche leisten. Die Idee dahinter: Unter nationaler und internationaler Beteiligung sollen sich andere innovative Firmen niederlassen und Entwicklungsarbeit insbesondere im Bereich von alternativen erneuerbaren Energien leisten. Der als «Isola della Sostenibilità Energetica» (ISE) bezeichnete Innovationspool wäre eine in ihrer Art in Italien bisher einzigartige Initiative mit erheblicher Ausstrahlung.

Quelle: Rätia Energie



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