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Züblin senkt Leerstandsquote unter 10 % und steigert Gewinn

Kategorie: Handel, Wirtschaft | Eingetragen am 19. Juni 2008 um 07:01 Uhr

Die Züblin Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2007/2008 den Gewinn von CHF 44,2 Mio. wiederum steigern (Vorjahr 39,7 Mio.). Im zehnten Geschäftsjahr nach der Neuorientierung im Immobilienbereich hat Züblin die Zweimilliarden-Portfoliogrösse überschritten und die Leerstandsquote konnte auf 9,4 % stark gesenkt werden. Der Net Asset Value (NAV) beträgt CHF 10.73 und die Eigenkapitalquote 35,8 %. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung eine unveränderte Dividende in Form einer Nennwertreduktion von CHF 0.50 vor.
Stark verbessertes operatives Ergebnis

Nachdem im Vorjahr der Konzerngewinn mehrheitlich durch ein hohes positives Bewertungsergebnis beeinflusst wurde, konnte dieses Jahr vor allem der operative Gewinn dank eines um 14 % erhöhten Mietertrags gesteigert werden. Diese Verbesserung kam vor allem durch Neuakquisitionen in Frankreich zustande. Gleichzeitig konnten die Kosten mit einer Reduktion von 12 % stark vermindert sowie ein positives Ergebnis bei Verkäufen von CHF 14,6 Mio. erzielt werden. Die operative Eigenkapitalrendite betrug 8,3 % gegenüber 5,1 % im Vorjahr. Der Immobilienbestand ist in der Gesamtgruppe um 10 % auf über CHF 2.0 Milliarden angewachsen. Verkäufen von CHF 45,3 Mio. standen Käufe von CHF 254,1 Mio. gegenüber. Der Gewinn aus positiven Bewertungen betrug CHF 18,0 Mio. resp. 1 %. Die Bewertungen erhöhten sich in der Schweiz um 2,5 %, in Deutschland um 1,6 % und in Frankreich um 1 %. In Benelux betrug die Abnahme 2, 4 %.

Leerstandsquote unter 10 %

In der Berichtsperiode konnte die Leerstandsquote des Gesamtportfolios von 13,4 % im Vorjahr auf 9,4 % gesenkt werden. Wesentlich zu dieser positiven Entwicklung haben die Vermietungserfolge in Deutschland und den Niederlanden beigetragen. Hinzu kommt der sehr tiefe Leerstand von 3,7 % in der Schweiz und 1,8 % in Frankreich. Damit hat der Aufbau eigener Asset-Management-Organisationen die ersten konkreten Resultate gezeigt und durch den grossen Abbau von Leerständen zu Wertsteigerungen im Portfolio geführt.

IPO Deutschland musste verschoben werden

Die Finanzkrise, welche im September 2007 auch die Kapitalmärkte in Europa praktisch zum Erliegen brachte, verunmöglichte einen Börsengang unserer deutschen Tochter ZIAG Immobilien AG, welche für den German REIT geplant war. Die ausserordentlichen Kosten für den Börsengang und die dadurch entstandenen Kosten für die angepasste Organisationsstruktur betrugen insgesamt CHF 9 Mio. Züblin wird das Ziel, den Status des German REIT zu erreichen, weiter verfolgen.

Langfristig gesicherte Finanzierung

Die Hypothekarzinsen erhöhten sich im Wesentlichen infolge zusätzlicher Finanzierungen der Akquisitionen in Frankreich um CHF 6,7 Mio. Der durchschnittliche Zinssatz von Züblin betrug 4,51 % per Bilanzstichtag, wobei mehr als 60 % der festen Verpflichtungen des Unternehmens für länger als fünf Jahre festgelegt sind. Im Weiteren sind 92 % der Zinssätze fest abgesichert.

Weiterer Anstieg der Eigenkapitalquote

Unter Annahme einer vollständigen Wandlung aller ausstehenden Wandelanleihen stieg die Eigenkapitalquote der Gesellschaft auf 35,8 % im Vergleich zu 35,5 % am 31.3.2007. Damit wird das strategische Ziel hinsichtlich der Eigenkapitalquote von Züblin weiterhin eingehalten. Der vollständig verwässerte Net Asset Value betrug CHF 10.73 verglichen mit CHF 10.94 per 31.3.2007. Die Reduktion ist vor allem auf einen kurzfristigen Rückgang des CHF/EUR-Wechselkurses von 1.62 per Ende des Vorjahrs auf 1.57 per 31.3.2008 zurückzuführen. In der Zwischenzeit hat sich der Wechselkurs wieder über CHF 1.60 eingependelt.

Ausblick

Die internationale Finanzkrise hinterlässt auch im europäischen Immobilienmarkt ihre Spuren. Die starke Reduktion und gleichzeitige Verteuerung von Kreditfazilitäten führt zu einem starken Rückgang von grösseren Immobilientransaktionen und dadurch auch zu einer Beruhigung an der Preisfront. Zu beachten ist, dass sich über 50 % des Züblin Immobilienportfolios in Deutschland und in der Schweiz befinden – zwei der zurzeit stabilsten und stärksten Wirtschaftsregionen in Europa. Aufgrund von stabilen Mietverhältnissen und langfristig gesicherten Fremdfinanzierungen glauben wir jedoch, dass bei Züblin das operative Geschäft von erhöhten Risiken nicht betroffen ist.

Quelle: Züblin Gruppe



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