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Zwischenabschluss der Luzerner Kantonalbank per 30.09.2008:

Kategorie: Finanzen | Eingetragen am 4. November 2008 um 07:07 Uhr

  • Konzerngewinn mit 112.4 Millionen Franken um 2.2 % unter Vorjahreswert
  • Erfolg aus dem Zinsengeschäft plus 9.2 %
  • Kundenausleihungen um 784 Millionen Franken gesteigert (plus 4.6 %)
  • Nettoneugeld 2.347 Milliarden Franken

Der Konzerngewinn der Luzerner Kantonalbank (LUKB) liegt trotz Finanzkrise nach neun Monaten des Jahres 2008 mit 112.4 Millionen Franken lediglich um 2.2 % unter dem Vorjahreswert. Einem markant höheren Zinserfolg stehen marktbedingt schwächere Erträge aus dem Kommissions- und Handelsgeschäft sowie ein aufgrund des durchschnittlich höheren Mitarbeiterbestandes leicht gestiegener Personalaufwand gegenüber. Für das gesamte Jahr 2008 prognostiziert die LUKB aufgrund der schwächeren Erträge aus dem indifferenten Geschäft einen leicht tieferen Konzerngewinn als im Vorjahr, rechnet jedoch mit einer unveränderten Gewinnausschüttung.

Im Zinsengeschäft weist die LUKB nach den ersten neun Monaten 2008 ein Resultat von 229.5 Millionen Franken aus. Dies entspricht einem Plus gegenüber der Vorjahresperiode von 9.2 %. Diese Steigerung ist einerseits auf das höhere Geschäftsvolumen und anderseits auf erfolgreiche Zinsabsicherungsmassnahmen zurückzuführen. Die aktuelle Marktsituation wirkt sich sowohl in einem tieferen Kommissions- und Dienstleistungserfolg (87.5 Millionen Franken bzw. minus 10.3 %) als auch in einem schwächeren Handelserfolg (24.3 Millionen Franken bzw. minus 14.6 %) aus. Der Bruttoerfolg liegt mit seinen 345.2 Millionen Franken genau auf Vorjahresniveau.

Um 2.7 % höher als in der Vorjahresperiode fällt der Geschäftsaufwand der LUKB mit seinen Positionen Personalaufwand, Sachaufwand und Abgeltung Staatsgarantie aus. Der Personalaufwand hat sich unter anderem infolge des leicht gestiegenen durchschnittlichen Personalbestands erhöht (plus 5.8 %), während der Sachaufwand (minus 2.6 %) erneut reduziert werden konnte.

Die Ende September kommunizierte Entschädigung im Zusammenhang mit der Insolvenz der Bank Lehman Brothers (Kleinanleger, Klumpen) dürfte die Erfolgsrechnung des gesamten Jahres 2008 mit einem einstelligen Millionenbetrag belasten, was bereits in den vorliegenden Abschluss eingeflossen ist.

Nach einer Zuweisung an die nicht zweckbestimmten Reserven für allgemeine Bankrisiken in der Höhe von 22.5 Millionen Franken weist die Luzerner Kantonalbank nach den ersten neun Monaten 2008 einen Konzerngewinn von 112.4 Millionen Franken aus. Dies entspricht einer Abnahme um 2.5 Millionen Franken bzw. 2.2 % gegenüber der Vorjahresperiode.

Die Konzern-Bilanzsumme wuchs per Ende September 2008 auf 21.972 Milliarden Franken an (plus 12.1 % gegenüber Jahresende 2007). Die Kundenausleihungen nahmen in den ersten neun Monaten 2008 um 784 Millionen Franken auf 17.852 Milliarden Franken zu (plus 4.6 %). Mit einer Steigerung der Hypothekarforderungen um 408 Millionen Franken auf 14.407 Milliarden Franken konnte die LUKB ihre Position als Marktführerin im Kanton Luzern klar be-haupten.

Die LUKB verwaltete per 30.09.2008 Kundenvermögen von 28.247 Milliarden Franken (minus 2.2 %). Dabei konnte die LUKB einen weiter wachsenden Zustrom an Nettoneugeld verzeichnen (plus 2.347 Milliarden Franken).

In den ersten neun Monaten 2008 konnte die LUKB ihre Eigenmittel erneut stärken. Mit 1.685 Milliarden Franken übertrifft sie die gesetzlichen Mindestanforderungen mittlerweile um 61.5 % (Vorjahresende 57.5 %).

Für das gesamte Jahr 2008 prognostiziert die LUKB aufgrund der marktbedingt schwächeren Erträge aus dem indifferenten Geschäft einen leicht tieferen Konzerngewinn als im Vorjahr, rechnet jedoch mit einer unveränderten Gewinnausschüttung (10 Franken pro Aktie).

Quelle: Luzerner Kantonalbank



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