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Straumann wächst in allen Geschäftsbereichen im vierten Quartal: Umsatz steigt um 5% in lokalen Währungen (LW)

Kategorie: Pharma/Medizin | Eingetragen am 16. Januar 2009 um 07:31 Uhr

Straumann gab heute für das Geschäftsjahr 2008 ungeprüfte Nettoumsätze in Höhe von CHF 779 Millionen bekannt, was einem Anstieg von 15% in lokalen Währungen (9% in Schweizer Franken) entspricht und mit der Unternehmensprognose übereinstimmt. Die Stärkung des Schweizer Franken gegenüber den wichtigsten Währungen führte zu einem negativen Deviseneffekt von rund 6 Prozentpunkten. Trotz der Wirtschaftskrise und der Abschwächung des Dentalmarktes konnte die Gruppe im vierten Quartal in allen Geschäftsbereichen zulegen. Die Nettoumsätze stiegen um 5% in LW (-3% in Schweizer Franken) auf CHF 189 Millionen.

Regional betrachtet, konnten Europa (+7%) und Nordamerika (+1%) im vierten Quartal in Lokalwährung weiter wachsen, während der Umsatz in Asien/Pazifik zurückging (-4%). Von September bis November verminderte sich das Wachstum der Gruppe, im Dezember aber trat eine Stabilisierung ein.

Straumann gab bekannt, dass Massnahmen implementiert werden, um die Organisation an die Marktbedingungen anzupassen und die Kostenbasis zu reduzieren. Diese Massnahmen werden die Innovations-, Verkaufs- und Dienstleistungsstärke der Gruppe nicht beeinträchtigen.

Straumann teilte weiterhin mit, dass aufgrund des wirtschaftlichen Abschwungs immaterielle Vermögenswerte neu bewertet wurden und dies in 2008 zu ausser-ordentlichen, nicht liquiditätswirksamen Abschreibungen führte. Diese Wertberichtigungen ausgeklammert, werden die Betriebsgewinn- und die Reingewinnmarge 2008 den prognostizierten Niveaus von jeweils 25% und 20% entsprechen oder übertreffen. Trotz der Abschreibungen erwartet die Gruppe weiterhin, für 2008 einen positiven Reingewinn zu veröffentlichen und ihren Aktionären eine Dividende auszuzahlen. Die vollständig revidierte Jahresrechnung wird wie geplant am 12. Februar 2009 vorgelegt.

Sofortmassnahmen, um Organisation und Prozesse den Marktbedingungen anzupassen

Das beständige und zu erwartende dynamische Wachstum der ersten sechs Monate (+22%) veranlasste die Gruppe, weltweit 300 neue Arbeitsplätze zu schaffen, womit sie ihre globale Belegschaft im Jahr 2008 auf fast 2300 Beschäftigte vergrösserte. Die beispiellosen Auswirkungen des wirtschaftlichen Abschwungs, die im September offensichtlich wurden und sich bis ins vierte Quartal fortsetzten, verdeutlichten, dass die Gruppe sich der Situation stellen musste. Als eine erste Massnahme kürzte Straumann im Dezember die Arbeitszeit in der Implantatproduktion.

Parallel dazu unterzog die Gruppe alle Projekte einer sorgfältigen Überprüfung und setzte neue Prioritäten, identifizierte Kosteneinsparungen, welche Innovation, Stärke des Verkaufspersonals als auch die Fähigkeit, neue Produkte auf den Markt zu bringen und Liefererfordernissen gerecht zu werden, nicht gefährden würden. Gleichzeitig wurden Pläne für die Einführung regionaler ‚Hubs’ und Dienstleistungsmodelle vorangetrieben, um die Effizienz zu steigern und die Kundenzufriedenheit auf hohem Niveau zu halten. Sowohl Kosteneinsparungen als auch Effizienzsteigerungen werden zu einer Reduzierung der globalen Belegschaft von etwa 3% weltweit führen. Straumann wird diesen Abbau sozialverträglich vornehmen – wenn möglich mittels natürlicher Personalabgänge, Fluktuation und Frühpensionierungen.

Wirtschaftliche Situation führt zur Neubewertung immaterieller Vermögenswerte

Die vorherrschende Wirtschaftskrise und die tieferen Wachstumserwartungen haben konsequenterweise dazu geführt, die immateriellen Vermögenswerte der bisherigen Akquisitionen neu zu beurteilen. Ihr Wert, der am 30. Juni 2008 insgesamt CHF 330 Millionen betrug, wird um rund die Hälfte reduziert werden, und die damit einhergehenden Abschreibungen, in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), in der jährlichen Jahresrechnung veröffentlicht.

Ausblick (vorbehaltlich unvorhersehbarer Ereignisse)

Verunsicherung in der globalen Wirtschaft und ein historisch schwaches Konsumklima machen eine Vorhersage für das kommende Jahr schwierig. Straumann ist der Ansicht, dass der Markt für Implantate, restaurative und regenerative Zahnmedizin im Jahr 2009 wahrscheinlich nicht wachsen wird.

Die Stärke ihrer globalen Franchisen, der Produktpalette und Innovationsfähigkeit bekräftigen Straumanns Zuversicht, ein über dem Markt liegendes Wachstum zu erzielen. Die oben genannten Initiativen werden die Innovationskraft, Verkaufs- und Dienstleistungsstärke der Gruppe nicht gefährden. Sie werden vielmehr die Effizienz steigern und sollten es der Gruppe ermöglichen, unter Vorbehalt der Währungs-entwicklungen, eine Betriebsgewinnmarge (EBIT) von über 20% zu erwirtschaften.

Globale demografische Trends, niedrige Durchdringungsraten und ein hohes Potenzial für Substitution machen die Märkte Straumanns mittel- und langfristig weiterhin sehr attraktiv. Nach Auffassung der Gruppe verfolgt sie die richtige Strategie und ist für eine zukünftige Marktwende bestens gerüstet.

Quelle: Straumann Holding AG



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