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Briefe – Umfangreiche Preissenkungen

Kategorie: Dienstleister | Eingetragen am 24. März 2009 um 17:09 Uhr

Die Post senkt einen Teil der Briefpreise auf den 1. Juli 2009 und vereinfacht ihr Sortiment. Dies haben die Post und der Preisüberwacher vereinbart. Die Vereinbarung beinhaltet Preisvorteile im Wert von rund 200 Millionen Franken pro Jahr. Davon profitieren die Konsumenten und die Wirtschaft. Hauptbestandteil der Massnahmen ist die vollständige Unterstellung aller Briefe unter die Mehrwertsteuer und damit eine umfassende Preissenkung für die meisten Geschäftskunden. Die wegen der Monopolsenkung bei Briefen anfallende Mehrwertsteuer wird von der Post getragen. So wird die Schweizer Wirtschaft nicht belastet. Ausserdem werden die Preise für Grossbriefe um bis zu 20 Prozent gesenkt und die Zahl der unterschiedlichen Briefpreise reduziert. Auch Massensendungen und Einschreiben werden günstiger. Die ursprünglich für den 1. April 2009 vorgesehene Anpassung der Paketpreise und der Preise für den internationalen Versand wird um ein Jahr verschoben. Die Preisanpassungen finden sich auf www.post.ch/angebot09.

Die Schweizerische Post setzt in der aktuellen Wirtschaftskrise mit den umfangreichen Preissenkungen ein Zeichen zur Entlastung von Unternehmen und Konsumenten. Der Briefmarkt wird vom Bundesrat auf den 1. Juli 2009 weiter liberalisiert. Das bedeutet, dass Briefe über 50 Gramm von Gesetzes wegen neu der Mehrwertsteuer (MWSt) unterstehen und somit um 7,6 Prozent teurer würden. Die Folge wäre die Einführung einer neuen Preisgrenze bei 50 Gramm, was mit erheblichem Aufwand sowohl für die Kundschaft als auch für die Post verbunden wäre und gleichzeitig das Preisgefüge der Post verzerren würde.

Um dies zu vermeiden, will die Post alle Briefe der MWSt unterstellen, ohne die Steuer allerdings auf die Konsumenten zu überwälzen. Dadurch profitieren alle Geschäftskunden, die die MWSt zurückfordern können, von Preissenkungen von rund sieben Prozent auf allen Sendungen unter 100 Gramm.

Grossbriefe stark vergünstigt
Zusätzlich werden Grossbriefe bis zum Format B4 bis zu 20 Prozent günstiger. Bis zu einem Gewicht von 500 Gramm kosten diese Briefe für A-Post neu noch zwei Franken statt wie bisher 2.20 Franken (bis 100 Gramm) oder 2.40 Franken (101 bis 500 Gramm). Die schwereren Grossbriefe (501 bis 1000 Gramm) kosten neu in der A-Post-Variante vier statt fünf Franken. Auch die Preise für Grossbrief-Massensendungen werden gesenkt. Weiter wird das Einschreiben vereinheitlicht und vergünstigt: Alle Einschreiben bis 500 Gramm kosten neu fünf Franken. Die bereits jetzt europaweit grosszügigsten Format- und Gewichtsgrenzen werden durch die Preismassnahmen bei den Briefen weiter vereinfacht.

Ein Standard A-Post-Brief bis 100 Gramm kostet für Privatkunden weiterhin einen Franken und ein B-Post-Brief bis 100 Gramm 85 Rappen. Diese Preise gelten bereits seit dem 1. Januar 2004. Damit liegen die Preise real auf demselben Niveau wie vor zehn Jahren. Im internationalen Vergleich ist die Schweizerische Post bereits heute eines der preisgünstigsten Unternehmen.

Paket und internationaler Versand
Die auf den 1. April 2009 geplanten Schalterpreise für den Versand von Paketen im Inland sowie für den internationalen Versand werden ein Jahr später eingeführt.

200 Millionen Franken für Kunden
Gesamthaft kosten die Post die erwähnten Preismassnahmen in den logistischen Bereichen jährlich rund 200 Millionen Franken. Davon profitieren unmittelbar sowohl die Konsumenten wie die Wirtschaft. Dieser Betrag wird das Ergebnis der Post deutlich verschlechtern. Abhängig von der Entwicklung des Unternehmensergebnisses muss sich die Post deshalb vorbehalten, zu gegebener Zeit auf die Preissenkungen zurückzukommen.

Einigung mit Preisüberwacher
Die Post hat sich mit dem Preisüberwacher im Grundsatz auf diese Preismassnahmen geeinigt, eine Vereinbarung soll in Kürze unterzeichnet werden. Das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat einen entsprechenden Antrag erhalten, da es zuständig ist für die Preise im Monopol. Es muss noch zustimmen.

Quelle: Die Schweizerische Post



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