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Vontobel Group: Portfolioüberblick

Kategorie: Finanzen | Eingetragen am 16. April 2009 um 16:00 Uhr

Marktentwicklungen
Im März tendierten die Rentenmärkte bei einer im Vergleich zu den Vormonaten geringeren Volatilität insgesamt seitwärts. Das Verlaufsmuster blieb gleich, da die Erholung der Aktienmärkte – ein Indikator für ein sich aufhellendes Konjunkturbild – die Anleihekurse unter Druck setzte, was die Kursgewinne von Anfang März wieder zunichte machte. Die in Grossbritannien, der Schweiz und den USA angekündigte quantitative Lockerung (Anleihenkäufe durch die Notenbank), hatte nicht nur unmittelbaren Einfluss auf das kurze Ende der Renditekurve, sondern auf das gesamte Laufzeitenspektrum. Dies führte zu einer Umkehr des aktienmarktbedingten Renditeanstiegs. Die weitere Zinsentwicklung wird nicht nur vom Konjunkturausblick (Rezession versus Stabilisierung) und der dramatischen Zunahme der Anleihenemissionen bestimmt, sondern auch vom Umfang der quantitativen Lockerung. Bei den Unternehmensanleihen begannen sich die Spreads wieder einzuengen, zumeist als Reaktion auf den sich erholenden Aktienmarkt.

Portfolioveränderungen
Wir haben auf der Bondseite keine wesentlichen Veränderungen vorgenommen und uns bei Titeln mit einer Laufzeit von mehr als 15 Jahren weiter zurückgehalten. Die Duration blieb in einer Bandbreite von 3-4.5 Jahren, was der vorsichtigen Seite unseres Duration-Spektrums entspricht. An der Währungsfront haben wir den EUR/CHF-Hedge weiter reduziert. Das Euro- Engagement ist in mehreren Schritten von 31% im Vormonat auf rund 38% ausgeweitet worden, während es zu Jahresbeginn noch nahezu 0% betrug.

Kredit- und Sektorstruktur
Die Bonität des Portfolios blieb hoch – Aaa-Ratings und Aa1-Ratings hatten einen Anteil von fast 60% bzw. fast 33%. Im Quartalsverlauf haben wir deutsche Staatsanleihen gegen höher rentierende österreichische, belgische und französische Staatstitel getauscht. Darüber hinaus haben wir in Bankanleihen mit expliziter Staatsgarantie investiert, um von ihrem attraktiven Renditeaufschlag gegenüber Staatsanleihen zu profitieren. Dies unterstreicht unsere Strategie, systematisch an einer hohen Kreditqualität des Fonds festzuhalten, gleichzeitig aber Gelegenheiten wahrzunehmen, solange unsere allgemeinen Anlageziele dadurch nicht gefährdet werden.

Die Sektorverteilung wird weiterhin von staatlichen und halbstaatlichen Papieren dominiert, die einen Anteil von knapp 48% aufweisen. Die Gewichtung von Banken/Finanzdienstleistern beträgt rund 37%.

Performanceanalyse
Fondsperformance versus Benchmark-Performance

Der Fonds erzielte im ersten Quartal 2009 in einem Umfeld, in dem der Schweizer Obligationenmarkt 1.8% nachgab, eine negative Performance von 0.5%. Dies ist das Ergebnis einer systematischen Diversifizierung in auf Euro lautende Anleihen, zum Teil aber auch auf den Abbau der EUR/CHF-Absicherung zurückzuführen. Seit Jahresbeginn verzeichnet der Fonds damit gegenüber dem Markt eine Outperformance von rund 1.3%

Ausblick
Unsere Erwartungen sind weitgehend unverändert. Wir rechnen mit einer konjunkturellen Erholung/Stabilisierung in der zweiten Jahreshälfte, basierend auf den verschiedenen Ankurbelungsprogrammen und Notenbankmassnahmen. Die Refinanzierung der dramatisch steigenden Haushaltsdefizite wird für Druck auf die Anleiherenditen sorgen. Die jüngst in zahlreichen Ländern angekündigte quantitative Lockerung wird den Aufwärtsdruck jedoch begrenzen, da die Notenbanken intervenieren könnten, falls die Rendite über das nicht bekannte Sicherheitsniveau der jeweiligen Notenbank hinaus steigt. Somit dürften die Renditen der Staatsanleihen Ende 2009 zwar höher stehen als zu Jahresbeginn, der Anstieg sollte jedoch geringer ausfallen als ursprünglich erwartet. Insgesamt sollten sich die Märkte weniger volatil entwickeln, da die Notenbanken die Aufwärtsbewegung der Renditen in gewissem Umfang begrenzen dürften.

Wir werden weiterhin tendenziell vorsichtig an den Märkten agieren und uns eher für Sicherheit als für eine direkte, aggressive Duration-Positionierung entscheiden. Die erwartete Abnahme der Marktvolatilität erhöht die Attraktivität von Anleihen mit einer Zusatzrendite gegenüber Staatsanleihen, wie z.B. staatsgarantierte Unternehmensanleihen.

Quelle: Vontobel Group



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