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Auftrag an den Bundesrat: Schluss mit Umweltmassnahmen ohne Wirkung!

Kategorie: Immobilien | Eingetragen am 4. Juni 2009 um 11:50 Uhr

Der heute verbindlich erteilte Auftrag des Parlaments an den Bundesrat ist klar: Schluss mit Umweltmassnahmen, die nicht wirkungseffizient sind oder kein ange-messenes Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweisen. Die in der Interessengemeinschaft espace.mobilité zusammengeschlossenen gros-sen Unternehmen des Detailhandels kritisieren schon lange erwiesenermassen un-taugliche, objektfokussierte Restriktionsmassnahmen wie Parkplatzreduktionen und Fahrtenbeschränkungen bei Einkaufszentren, die letztlich nicht weniger Verkehr, sondern bloss Ausweichverkehr und dadurch Mehremissionen auslösen. Die Umsetzung der Motion 08.3003 „Forderung nach Wirkungseffizienz“ fordert nun verbindlich von Bund und Kantonen eine konsequent auf Wirkungseffizienz ausge-richtete Umweltpolitik. espace.mobilité begrüsst die Überweisung der Motion und wird deren Umsetzung aufmerksam verfolgen.

Bern, 4. Juni 2009 – Die heutige Umweltschutzgesetzgebung weist gravierende Lücken und Mängel auf. Behörden können Umweltmassnahmen verfügen, deren Nutzen und Wirk-samkeit in keiner Weise erwiesen ist. Ein konkretes Beispiel dafür sind die viel diskutierten Restriktionsmassnahmen wie Parkplatzreduktionen und Fahrtenbeschränkungen bei Ein-kaufszentren und Fachmärkten. Früher glaubte man der Behauptung: Weniger Parkplätze, weniger Verkehr. Ein fataler Irrtum. Das Gegenteil ist der Fall: Weniger Parkplätze, bewir-ken mehr Such- und mehr Ausweichverkehr! Dieser verkehrs- und umweltpolitische Irrtum wird in verschiedenen neuen Studien* wissenschaftlich fundiert nachgewiesen. Die Studien kommen alle zum selben Resultat: Restriktionsmassnahmen wie Parkplatzreduktionen und Fahrtenbeschränkungen ändern nichts an den eigentlichen Beweggründen, das Auto zum Einkaufen zu benützen. Sie bewirken folglich auch keinen Umsteigeeffekt. Die genannten Massnahmen sind oft sogar kontraproduktiv: Der durch sie ausgelöste Such- und Aus-weichverkehr führt zu Mehremissionen und schadet der Umwelt. Damit muss nun – auf-grund der heute vom Parlament mit überwiegender Mehrheit an den Bundesrat überwiese-nen Motion 08.3003 „Forderung nach Wirkungseffizienz“ – endlich Schluss sein.

Es ist 5 vor 12 ist in der Klimaproblematik! Die oberste Maxime zur Problemlösung sind Effektivität und Wirkungseffizienz. Angesagt ist Ursachen- nicht Symptombekämpfung. Voraussetzung dazu sind fundierte Problemanalysen und ganzheitliche Betrachtungswei-sen. Auf den Einkaufsverkehr bezogen bedeutet dies, umweltrechtlich motivierte Verkehrs-begrenzungsmassnahmen immer ganzheitlich-räumlich zu betrachten und unerwünschte, kontraproduktive Nebenwirkungen mit einzubeziehen. Von Massnahmen, die bei diesem Vorgehen keinen nachweisbaren Umweltnutzen bringen oder ein schlechtes Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweisen, ist fortan abzusehen.

Quelle: espace.mobilité



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