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Immobilienaktiengesellschaften und Nachhaltigkeit: Land Securities und British Land liegen vorn

Kategorie: Finanzen, Immobilien | Eingetragen am 7. September 2009 um 13:12 Uhr

Gebäude stellen den grössten Endverbrauchsektor von Energie dar. Klimaschutz und Ressourcenknappheit zwingen uns, diesen Verbrauch zu reduzieren. Der Einbezug von Nachhaltigkeitsstrategien beim Bauen und Sanieren von Gebäuden zahlt sich langfristig aus. Dementsprechend interessant sind Investitionen in nachhaltige Immobilien oder Immobiliengesellschaften, die über eine gute Nachhaltigkeitsstrategie verfügen. Mit einer eigenen Bewertungsmethode zeigt die Bank Sarasin auf, wer bei den Immobiliengesellschaften die Nase vorn hat: Allen voran reüssieren Land Securities und British Land.

Gebäude prägen unsere Städte und Landschaften und zeichnen sich durch ihre Langlebigkeit und Kapitalintensität aus. Dass eine nachhaltige Entwicklung ohne den Einbezug von Gebäuden undenkbar ist, zeigt die Tatsache, dass Bau und Betrieb von Gebäuden für 40% unseres globalen Primärenergieverbrauchs verantwortlich sind. Die neue Nachhaltigkeitsstudie der Bank Sarasin mit dem Titel „Auf nachhaltige Gebäude bauen“ beleuchtet zentrale Aspekte des Immobiliensektors wie die Potenziale und Kriterien für umweltfreundliches Bauen, Renditeaussichten von nachhaltigen Immobilienanlagen sowie den Einbezug von Immobiliengesellschaften in ein nachhaltiges Portfolio. Mit einer eigenen Methode der Nachhaltigkeitsbewertung von Gebäuden wie auch Immobilienfonds und Immobilienaktiengesellschaften eröffnet das Nachhaltigkeitsresearch der Bank Sarasin den Weg zu diesen attraktiven Anlageklassen.

Kein Klimaschutz ohne nachhaltiges Bauen
«Jede wirksame Klimaschutzstrategie muss Gebäude mit einbeziehen. Vor allem bei der Sanierung von Altbauten besteht ein riesiges und weitgehend ungenutztes Potential für die Einsparung von Energie und die Reduktion von Emissionen.» Klaus Kämpf, Sustainability Research und Studienautor

Energie als Kernkriterium
Die wichtigsten Faktoren für den Wert einer Immobilie sind der Standort und die Nutzungsart, wobei lokale Gegebenheiten und die Lage den grössten Einfluss auf die Wertentwicklung haben. Angesichts der begrenzten Verfügbarkeit fossiler Energieträger sowie des Klimawandels gewinnt die Senkung des Energieverbrauchs von Gebäuden und der Nutzung von erneuerbarer Energiequellen an Bedeutung. Die zunächst zwar höheren Ausgaben für den nachhaltigen Bau oder die Sanierung von Liegenschaften zahlen sich durch geringere Nebenkosten, höhere Mieteinnahmen und einen besseren Marktwert aus. Eine nachhaltige Bauweise wird damit zunehmend wertbestimmend.

Mit systematischer Bewertung zum Erfolg
Die Bank Sarasin hat eigene Methoden zur Nachhaltigkeitsbewertung von Gebäuden und Immobiliengesellschaften entwickelt. Die systematische Bewertung eröffnet einfache und transparente Wege für ein Investieren in nachhaltige Immobilien. Bei der Bewertung von Gebäuden kommen Kriterien zu Umwelt, Wohlbefinden und Gesundheit sowie Gebäudenutzung und Umfeld zur Anwendung. Als Besonderheit wird insbesondere auch das riesige, weitgehend ungenützte Potenzial, das in der Sanierung von Altbauten besteht, berücksichtigt. Die Bewertung von Immobiliengesellschaften basiert auf der bewährten Sarasin-Methode zur nachhaltigen Unternehmensbewertung, die auf die Besonderheiten der Branche angepasst wurde.

Was versteht Sarasin unter Nachhaltigkeit?
Unter nachhaltigem Wirtschaften versteht die Bank Sarasin die Herstellung von Gütern und Dienstleistungen mit breiter gesellschaftlicher Akzeptanz unter Verwendung von möglichst konfliktarmen Produktionsmethoden.

Immobilienaktiengesellschaften: Zwei britische Unterlehmen liegen vorn
Das aktuelle Research Universum der Bank Sarasin umfasst 160 Immobilienaktiengesellschaften aus 17 Ländern. 64 davon hat die Bank Sarasin als nachhaltig eingestuft. Am besten schnitten zwei britische Unternehmen ab: Land Securities und British Land. Die beiden französischen Immobiliengesellschaften Gecina und Unibail-Rodamco können als weitere überdurchschnittlich nachhaltige europäische Firmen genannt werden. Während in Europa Umweltanforderungen durch gesetzliche Mindestvorschriften festgelegt werden, herrschen in Asien und den USA freiwillige Standards und Zertifikate vor. Zahlreiche Unternehmen mit unterdurchschnittlicher Bewertung stammen aus dem asiatischen und amerikanischen Raum. Doch auch unter den asiatischen Unternehmen gibt es Ausnahmen: Mitsubishi Estate schneidet hier überdurchschnittlich ab.

Fallbeispiel British Land
British Land hat Umwelt- und Sozialziele, die mittels detaillierter Massnahmenpläne umgesetzt werden. Alle neuen Bürogebäude sollen dem BREEAM Excellent-Standard entsprechen. Im Vorfeld von Bauprojekten bezieht British Land die Anwohner und andere Interessengruppen ein. Bei Projekten «auf der grünen Wiese» legt das Unternehmen besonderen Wert auf den Anschluss an den öffentlichen Verkehr. Die Klimaschutzstrategie von British Land umfasst die Reduktion des Energieverbrauchs sowie die Nutzung erneuerbarer Energiequellen. Dies gilt sowohl bei den vom Unternehmen selbst genutzten als auch für die vermieteten Gebäude. Soweit das Unternehmen nicht direkten Einfluss nehmen kann, unterstützt es die Mieter bei Klimaschutzmassnahmen. Auch die Fahrzeugflotte ist in das Klimaschutzkonzept einbezogen. Nicht vermeidbare Treibhausgasemissionen werden kompensiert.

Quelle: Sarasin



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