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John P. Maier erhält hoch dotierten EU-Förderbeitrag

Kategorie: Bildung und Forschung | Eingetragen am 17. November 2009 um 09:11 Uhr

Prof. John P. Maier von der Universität Basel erhält einen mit rund 3 Mio. Franken dotierten «ERC Advanced Investigator Grant» des Europäischen Forschungsrats. Mit seinem Forschungsprojekt möchte der Physikochemiker klären, durch welche Moleküle im interstellaren Gas das Licht der Sterne absorbiert wird.

Seit rund hundert Jahren kennen Astronomen das Phänomen der interstellaren Absorption: Der Weltraum ist nicht vollständig durchsichtig, denn zwischen den Sternen befindet sich Materie, die das Licht schwächt. Auf dem Weg zum Empfänger wird das Licht dabei teilweise absorbiert, wodurch die ursprünglich ausgesandte Strahlung nur mit Lücken ankommt. Bis heute ist jedoch weitgehend unklar, welche Moleküle dafür verantwortlich sind, dass bestimmte Wellenlängen auf dem Weg durch den Weltraum verschluckt werden.

Das vom Europäischen Forschungsrats (ERC) für fünf Jahre geförderte interdisziplinäre Projekt «Electronic spectra of cold, large interstellar ions» möchte nun neue Nachweisverfahren entwickeln, welche die spektroskopische Messung bestimmter Kohlenstoffe in ihrem gasförmigen Zustand erlauben. Das könnte dazu beitragen, die Materie zu identifizieren, welche für die diffuse interstellare Absorption verantwortlich ist.

Der Brite John Paul Maier (*1947) promovierte 1972 am Balliol College der Universität Oxford auf dem Gebiet der Physikalischen Chemie. Seit 1973 arbeitet er am Departement Chemie der Universität Basel, wo er 1992 zum ordentlichen Professor für Physikalische Chemie ernannt wurde. Zu Maiers Forschungsschwerpunkten zählen die Spektroskopie und die Astrochemie. Für seine Forschung wurde Maier mit verschiedenen Wissenschaftspreisen ausgezeichnet, insbesondere wurde er 1999 zum Fellow der Royal Society, London, gewählt.

Zweiter ERC Advanced Grant für Universität Basel
Die ERC-Advanced Grants sind hoch dotierte Auszeichnungen für europäische Spitzenforscher, die herausragende Leistungen in ihrem Fach erbracht haben und für neue Projekte besondere Freiräume für die Grundlagenforschung erhalten sollen. Bereits 2008 hatte der Europäische Forschungsrat zwei Mio. Franken an Prof. Dr. Christian Körner vom Botanischen Institut der Universität Basel für ein Forschungsvorhaben im Bereich Pflanzenökologie vergeben.

Quelle: Universität Basel



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