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Marktteilnehmer orten partielle Abkühlung

Kategorie: Immobilien | Eingetragen am 26. November 2009 um 17:58 Uhr

Traditionsgemäss führte der HEV Schweiz seine alljährliche Umfrage bei 80 Immobilientreuhändern, -maklern und -verwaltungen durch. Laut den jüngsten Ergebnissen war der Immobilienmarkt im Wohnflächenbereich auch im 2009 weitgehend intakt. Für die nahe Zukunft rechnet die Mehrheit im Eigenheimmarkt nicht mehr mit weiteren Preisanstiegen, sondern geht von einer Seitwärtsbewegung aus. Für den Geschäftsflächenbereich orten schon heute etliche Befragte eine Abkühlung, die sich im kommenden Jahr noch akzentuieren dürfte.

Eigenheime
Im 2009 stellte die deutliche Mehrheit der Befragten im Segment der Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen eine gegenüber 2008 unveränderte Nachfrage fest. Preisseitig nahmen bei den Einfamilienhäusern 32% einen Anstieg und 12% einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr wahr. Bei den Eigentumswohnungen konstatierten 42% Preisanstiege, 16% Preiseinbussen und 42% unveränderte Preise. Nach Jahren zunehmender Nachfrage und steigender Preise im Eigenheimsegment scheinen heuer verschiedene Marktteilnehmer langsam aber sicher eine Seitwärtsbewegung bei den Preisen festzustellen.

Mehrfamilienhäuser
Weder Seitwärtsbewegung noch Abschwächung ist im Mehrfamilienhaussegment feststellbar. Die überwältigende Mehrheit von 68% konstatierte erneut eine angestiegene Nachfrage nach Mehrfamilienhäusern. Noch deutlicher ist das Ergebnis bei den Preisen: 72% der Befragten stellten gegenüber dem Vorjahr Preiserhöhungen fest. Das Angebot kann hier offenbar mit der Nachfrage nach wie vor nicht Schritt halten, trifft doch laut der Mehrheit der Befragten wie im Vorjahr eine markant steigende Nachfrage auf ein rückläufiges Angebot.

Bauland
Beim Bauland wurde mehrheitlich (60%) eine gegenüber 2008 gleichgebliebene und offensichtlich auf hohem Niveau befindliche Nachfrage konstatiert. Demgegenüber wurden weitere Preiserhöhungen festgestellt. 55% nahmen gestiegene, 44% unveränderte und kaum jemand zurückgegangene Baulandpreise wahr.

Büro- und Geschäftsflächen
Wenig optimistisch sind die befragten Marktteilnehmer im Büro- und Geschäftsflächenbereich. Rund 60% stellten eine rückläufige Nachfrage gegenüber dem Vorjahr fest. 41% und damit 20% mehr als im Vorjahr nahmen in diesem Segment ausserdem Preiseinbussen wahr, während sich 13% für Preisanstiege und 46% für unveränderte Preise aussprachen.

Aussichten 2010
Etwas unsicher scheint die Situation im kommenden Jahr punkto Preisentwicklung im Segment der Eigenheime. Zwar erwartet die Mehrheit von rund 50% im Jahr 2010 unveränderte Preise. Hinzu kommt aber rund je ¼ der Befragten, das von Preisanstiegen respektive Preiseinbussen im kommenden Jahr ausgeht. Bei den Einfamilienhäusern rechnen 25% mit steigenden, 22% mit sinkenden Preisen. Bei den Eigentumswohnungen prognostizieren 28% ein steigendes und 25% ein abnehmendes Preisniveau.

Für das Segment der Mehrfamilienhäuser sind die Marktteilnehmer auch bezüglich der Zukunft deutlich optimistischer. Dort erwarten 50% steigende Preise, kaum jemand rechnet mit einem rückläufigen Preisniveau. Auch beim Bauland prognostizieren die Befragten mehrheitlich weitere Preissteigerungen. 57% rechnen im 2010 mit höheren, nur gerade 5% erwarten tiefere Baulandpreise.

Bei den Büro- und Geschäftsflächen sehen die Befragten das kommende Jahr wenig rosig. Erdrückende 63% erwarten hier im 2010 Preisrückgänge, davon prognostizieren 10% gar stark rückläufige Preise, 31% erwarten unveränderte Preise und nur gerade 6% rechnen mit Preisanstiegen.

Bezüglich künftiger Kosten- und Renditeentwicklungen rechnen beachtliche 32% mit rückläufigen, 19% mit ansteigenden und 49% mit unveränderten Baukosten. 60% der Befragten erwarten bei den Wohngebäuden unveränderte, 36% schrumpfende, nur gerade 4% steigende Bruttorenditen. Viel negativer taxieren die Befragten wiederum die Situation bei den Büro- und Geschäftshäusern. Hier erwarten 7% steigende Renditen, überwältigende 60% und damit rund doppelt so viele wie im Vorjahr gehen in diesem Segment von abnehmenden Bruttorenditen aus.

Quelle: HEV Schweiz



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