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Die HEV-Bausparinitiative – nötiger denn je!

Kategorie: Allgemeine Infos | Eingetragen am 9. April 2008 um 14:17 Uhr

Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerates (WAK-S) hat sich in ihrer Sitzung vom 7./8. April mit 6 gegen 4 Stimmen knapp dagegen ausgesprochen, dass in der Schweiz ein für die Kantone fakultatives Bausparmodell eingeführt wird. Der Hauseigentümerverband Schweiz bedauert den ablehnenden Entscheid der WAK-S.

Die ablehnende Haltung der WAK-S fusst namentlich auf dem Umstand, dass die Bausparvorstösse für die Kantone die fakultative Einführung des steuerbegünstigten Bausparens vorsehen, was eine knappe Mehrheit der WAK-S als dem Grundsatz der Steuerharmonisierung entgegenstehend betrachtet. Als nächstes werden die Bausparvorstösse im Plenum des Ständerates behandelt.

Ansgar Gmür, Direktor des HEV Schweiz, ist über den ablehnenden Entscheid der WAK-S entäuscht: „Das Zögern des Ständerates ist für mich unverständlich. Das Bausparen entspricht einem echten Bedürfnis der Bevölkerung. Nachdem das Bausparen im Nationalrat bis anhin jeweils deutlich unterstützt wurde, wäre zu wünschen, dass der Ständerat die Stimme des Volkes hört und auf die Linie des Nationalrates einschwenkt.“

Lehnt auch das Plenum des Ständerates die Bausparvorstösse ab, sind diese definitiv erledigt. Umso mehr Gewicht erhält die laufende Zwillingsinitiative des HEV Schweiz, die neben einer Änderung bei der Eigenmietwertbesteuerung ein gesamtschweizerisches (und damit steuerharmonisierungskonformes) Bausparmodell einführen will. Für die Volksinitiative „Eigene vier Wände dank Bausparen“ werden zurzeit Unterschriften gesammelt.

Das Bausparen generiert insgesamt eine hohe Wertschöpfung: Durch die dadurch ausgelösten wirtschaftlichen Aktivitäten im Wohnungsbau erhalten die Kantone und Gemeinden mit einigen Jahren Verzögerung ein Mehrfaches an eingesetzten Steuern und Abgaben zurück (positive Nettowirkung). Rund 76% der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger wünschen sich, in den eigenen vier Wänden wohnen zu können (Quelle: gfs.bern). Mit der Ermöglichung eines Bausparmodells kommt man in idealer Weise dem Verfassungsauftrag der Wohneigentumsförderung nach. Das Bausparen ist nachweislich eigentumsfördernd: Wie das Beispiel Baselland zeigt, profitieren vor allem Personen und Familien mit mittleren und unteren Einkommen vom Bausparen. Zudem schafft das Bausparen einen volkswirtschaftlichen Nutzen, welcher der ganzen Bevölkerung zugute kommt.

Quelle: HEV Schweiz



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