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Die Zeitung – gedruckt und im Web – und Werbung gehören noch immer zusammen

Kategorie: Medien | Eingetragen am 13. Mai 2014 um 22:38 Uhr

Eine neue repräsentative Studie des Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement (MCM) der Universität St. Gallen (HSG) für die Schweiz im Auftrag der Publicitas zeigt: die Zeitung der Zukunft muss nicht ohne Werbung auskommen. Mediennutzer wissen besser als erwartet, wie Medieninhalte und Werbung zusammenhängen. Diese Akzeptanz ergibt sich jedoch nicht von selbst, sondern setzt kreativere Werbeformen und eine bessere Zielgruppenansprache voraus.

Im Auftrag von Publicitas hat das MCM Institut der Uni St. Gallen (HSG) im März 2014 eine repräsentative Befragung von 1.066 Personen in allen drei Landesteilen der Schweiz zu der Frage – Muss die Zeitung der Zukunft ohne Werbung auskommen? – durchgeführt. Die Antwort ist Nein. 75% der Befragten haben eine positive Einstellung zu Zeitungen (Print + Web), und ein Drittel (31%) haben eine deutlich ausgeprägte, positive Einstellung zu Werbung. Begründungen finden sich im Realitätssinn – es braucht Werbung zur Finanzierung von Zeitungen – gefolgt vom Wunsch nach Information und Überraschung der Werbung. Generell ist der Wert von Werbung in Print ausgeprägter als in Online.

Notwendigkeit der Werbung für die Finanzierung von Nachrichtenangeboten anerkannt
Es besteht zwar eine höhere Zahlungsbereitschaft für Medien ohne Werbung, jedoch würden die Werbeverluste durch das Ausmass von daraus resultierenden Mehreinnahmen keinesfalls ausgeglichen. Im Durchschnitt waren die Befragten bereit, 24.17 CHF für das Monatsabonnement einer gedruckten Zeitung mit Werbung und 30.76 CHF für das ohne Werbung zu bezahlen. Die Zahlungsbereitschaft für das Monatsabonnement einer Webseite liegt insgesamt tiefer: 11.07 CHF mit und 17.37 CHF ohne Werbung. Nutzerinnen und Nutzer stehen der Werbung realistisch gegenüber und anerkennen den Wert von Werbung und die Tatsache, dass Medien zu einem grossen Teil durch Werbung finanziert werden.

Wahrgenommene Medienqualität und Werbeakzeptanz gehen Hand in Hand
Die Interessensgemeinschaft zwischen Medienangebot und Werbung ist nicht nur finanzieller Natur. Die Studie zeigt, dass je mehr Mediennutzer ihr Medium schätzen (Print oder Online), desto positiver ist auch ihre Einstellung gegenüber Werbung. Zudem zeigt die Studie, dass Menschen, die in der Mediennutzung nach sozialem Erleben, Ablenkung und Überraschung suchen, Werbung besonders bereitwillig akzeptieren. Umgekehrt gilt: wenn Werbung unterhält, erhöht das ihre Akzeptanz bei den Nutzern.

Beachtlicher Unterschied zwischen Print- und Onlinewerbung
Onlinewerbung wird als deutlich störender empfunden, was wiederum die Zahlungsbereitschaft beeinflusst. Bei einer gedruckten Zeitung ohne Werbung würden die Nutzer im Durchschnitt 27% mehr zahlen, für eine Nachrichtenwebseite ohne Werbung dagegen im Durchschnitt sogar 57% mehr. Eine Erklärung für dieses Ergebnis findet sich in den Nutzungsmotiven von Webseiten. Im Netz geht es insbesondere um den schnellen, einfachen Informationszugang, bei der gedruckten Zeitung auch um Information, aber mehr noch um Orientierung und am stärksten um Überraschung.


Viel-Surfer, Viel-Seher und Vielleser

Generell zeigt die Datenanalyse, dass sich drei Nutzergruppen von Medien und Werbung abgrenzen lassen: Sie unterscheiden sich nicht nur in den demographischen Strukturen, sondern zeichnen sich auch durch wichtige Unterschiede in Mediennutzung und Werbeakzeptanz aus. 34% der Befragten, die Vielleser, lesen Zeitungen (Print und Online) häufig, verdienen gut, zeigen das stärkste Bewusstsein für die Relevanz von Medienmarken und weisen auch die grösste Offenheit gegenüber Werbung auf. Die Viel-Surfer (27 Prozent der Befragten) nutzen gedruckte Zeitungen, Fernsehen und Radio weniger, dafür intensiv die Online-Nachrichtenangebote im Internet und soziale Netzwerke. Zu dieser Gruppe gehören überdurchschnittlich viele jüngere, gut gebildete und gut verdienende Männer. Sie weisen die kritischste Haltung gegenüber Werbung auf. 39 Prozent der Befragten, die Viel-Seher, halten sich insgesamt stärker von Medienangeboten fern, nutzen die gedruckte Zeitung, Webseiten und soziale Netzwerke unterdurchschnittlich. Für sie ist Fernsehen das wichtigste Medium. In dieser Gruppe sind Frauen überrepräsentiert, das Durchschnittsalter liegt bei 46 Jahren, Bildungs- und Einkommenssituation sind unterdurchschnittlich ausgeprägt.

Alain D. Bandle, CEO Publicitas: «Werbung ist notwendig und kann bereichern, aber sie muss im Format und Inhalt auf den entsprechenden Nutzertyp zugeschnitten sein. Die Studie zeigt, dass noch mehr Kreativität in die Entwicklung neuer Werbeangebote und -formate investiert werden muss. Mit der richtigen Ansprachestrategie – Inhalt, Format und Wahl des Mediums – können Marktpotenziale in den einzelnen Medien noch optimaler genutzt werden. Wir von Publicitas sehen es als unsere Mission, für Werbekunden das richtige ‚tageszeitkonforme‘ Medium für eine möglichst effiziente Zielgruppenansprache zu finden.»

Miriam Meckel, Ordinaria am MCM-Institut der Universität St. Gallen: «Nutzerinnen und Nutzer wissen besser als erwartet, wie Medieninhalte und Werbung zusammenhängen und akzeptieren diese Verbindung. Sie haben keine grundsätzlich negative Einstellung zur Werbung, vielmehr eine wohlwollend-neutrale. Werbeakzeptanz geht dabei Hand in Hand mit wahrgenommener Medienqualität. Werbekunden adressieren demnach am besten sehr positiv eingeschätzte Medien, und solche Medien profitieren dann umgekehrt von einer hohen Werbeakzeptanz.»

Die im März 2014 durchgeführte Studie ‚Zeitung ohne Werbung‘ wurde im Auftrag von Publicitas durch das Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen zusammen mit dem Marktforschungsinstitut GfK durchgeführt. Befragt wurden 1’066 Personen in der Schweiz mit adäquater Repräsentation der Landes-/ Sprachregionen und gleich starker Vertretung von Männer und Frauen. Es ist ein breites Einkommens-, Alters- und Bildungsspektrum gesampelt worden. Die Datenbasis lässt zudem Rückschlüsse auf die Online-Gesamtbevölkerung der Schweiz zu.

Über Publicitas:
Publicitas ist ein führender Werbevermarkter mit Hauptsitz in Zürich und weltweit in über 20 Ländern vertreten. Mit einem medienübergreifenden Portfolio, mit über 10’000 Werbeangeboten in der Schweiz und im Ausland, können Werbeauftraggeber und Agenturen mit Publicitas ihre Werbebotschaft genau dort platzieren, wo sie ihre Zielgruppen erreichen. Publicitas wurde 1855 gegründet und ist ein Unternehmen der PubliGroupe. Weltweit beschäftigt Publicitas rund 860 Mitarbeitende.

Über das Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement der Uni St. Gallen:
Das Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement ist ein international ausgewiesenes Forschungs-, Qualifikations- und Beratungszentrum für Medien- und Kommunikationsmanagement sowie für Medien und Kultur. Das Institut unterstützt Studierende, Forscher und Entscheider in Wirtschaft und Gesellschaft, den Herausforderungen des digitalen Zeitalters gerecht zu werden.

Source:
PUBLICITAS International AG
Muertschenstrasse 39
Postfach
8010 Zürich
Schweiz
www.publicitas.com



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