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Alain Berset eröffnet den Schweizer Pavillon in Venedig

Kategorie: Allgemeine Infos, Kultur | Eingetragen am 8. Mai 2015 um 18:25 Uhr

Bundesrat Alain Berset hat heute Nachmittag den Schweizer Pavillon an der 56. Kunstbiennale von Venedig eröffnet. Diesen bespielt die 36-jährige Schweizer Künstlerin Pamela Rosenkranz mit der Schau «Our Product». Ebenfalls im Beisein von Alain Berset startet am 9. Mai im Palazzo Trevisan der «Salon Suisse»: Das offizielle Begleitprogramm der Schweiz thematisiert im Fokus der internationalen Kunstöffentlichkeit die unverminderte Aktualität der 1916 in Zürich entstandenen Dada-Bewegung.

Pamela Rosenkranz, Our Product, Installation View, Photo by Marc Asekhame
Pamela Rosenkranz, Our Product, Installation View, Photo by Marc Asekhame

Am Freitag Nachmittag hat Alain Berset, Vorsteher des eidgenössischen Departements des Innern, feierlich den Schweizer Pavillon in den «Giardini» an der 56. Kunstbiennale von Venedig eröffnet. Bespielt wird dieser von der 1979 in Altdorf geborenen Pamela Rosenkranz. Die Künstlerin lädt die Besucherinnen und Besucher an dieser weltweit wichtigen Plattform für zeitgenössische Kunst zu einer Reflexion über den zunehmenden Autonomieverlust des Menschen über seinen Körper ein: «Our Product» heisst ihre Schau, mit der sie angesichts von Konsumwut, Sportwahn, plastischer Chirurgie und digitaler Unsterblichkeit Fragen nach der Definition von menschlichem Sein stellt. Der Körper wird immer stärker zum «Material», der sich den gesellschaftlichen Normen entsprechend formen lässt. «Die Schweizer Biennale-Jury war beeindruckt von der unmittelbaren Aktualität dieser Auseinandersetzung, welche in hohem Mass auch durch die erneuerte Art der Wissensbildung und Forschung im Internet geprägt ist», erklärt Marianne Burki, Leiterin Visuelle Künste bei der Kulturstiftung Pro Helvetia, die für die Schweizer Auftritte an den Biennalen verantwortlich ist. Für ihre Ausstellung im Schweizer Pavillon hat Pamela Rosenkranz ein raumfüllendes Becken mit hautfarbiger Flüssigkeit konzipiert, die von leichten Wellen bewegt wird. Hinzu kommen computergenerierte Sounds und ein eigens kreiertes Parfum von einem Parfumier aus Paris, das mittels einer Verdunstungsmaschine im Pavillon ausgeströmt wird, womit gleichzeitig mehrere Sinne angesprochen werden. Kuratiert wird die Schau von Susanne Pfeffer, Direktorin des Fridericianum in Kassel.

Dadaistische Veranstaltungsreihe
Am Samstag 9. Mai wird Bundesrat Alain Berset auch den «Salon Suisse», das Begleitprogramm des Schweizer Auftritts an der Kunstbiennale von Venedig, eröffnen. Während ihrer ganzen Dauer vom 9. Mai bis am 22. November sendet Pro Helvetia aus dem «Salon» im Palazzo Trevisan das Signal «S.O.S. DADA – The World Is A Mess» in die Welt hinaus. Als Salonniers beschwören Stefan Zweifel und Juri Steiner zusammen mit Gästen an fünf Wochenenden die epochenübergreifende Kraft der 1916 in Zürich entstandenen Dada-Bewegung. Mit Lesungen, Performances und Diskussionen navigieren Zweifel und Steiner ihre Gäste von der Antike bis in die Gegenwart und werfen kurz vor dem Dada-Jubiläum ein besonderes Augenmerk auf die unverminderte Aktualität dieser Kunstbewegung. Der 2012 von Pro Helvetia initiierte «Salon» in der Altstadt Venedigs nutzt auch in seiner vierten Ausgabe wiederum das Scheinwerferlicht der Biennale, die jeweils Hunderttausende von Besucherinnen und Besuchern anzieht, um die hiesige Kunstszene international besser zu vernetzen. In ungezwungener Atmosphäre bringt er Künstlerinnen, Experten, Studierende und Kulturinteressierte aus aller Welt zusammen.

56th International Art Exhibition – la Biennale di Venezia
09 May – 22 Nov 2015

Quelle:
Pro Helvetia – Schweizer Kulturstiftung
www.prohelvetia.ch



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