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Vorsichtig positioniert

Kategorie: Finanzen | Eingetragen am 12. August 2008 um 15:04 Uhr

Im zweiten Quartal 2008 standen nach wie vor die Konsumentenpreise im Fokus der Märkte Zentral& und Osteuropas. Aufgrund deren anhaltend virulenter Entwicklung sahen sich die meisten Notenbanken der Region gezwungen, ihre Leitzinsen weiter anzuheben.

Märkte

An vorderster Front bewegte sich hier die türkische Zentralbank, die ihren Leitzins um einen Prozentpunkt auf nunmehr 16.25% in der Berichtsperiode anhob. Dicht gefolgt von der ungarischen, rumänischen und russischen Notenbank, die ihren Rückkaufsatz um jeweils 50 Basispunkte nach oben schleusten. Mit einer Anhebung um 0.25 Prozentpunkte auf 6.25% reagierte die polnische Zentralbank etwas verhaltener auf das erhöhte Preisniveau in Polen. Gänzlich abseits stand die tschechische Zentralbank, die ihre Leitzinsen unverändert liess. Auch im zweiten Quartal blieb dies das zentrale Thema in den Ländern Zentral- und Osteuropas. Als Folge davon werteten sich alle Währungen Zentral und Osteuropas gegenüber dem Euro auf. Mit einer Performance von gut 10% gegenüber der europäischen Einheitswährung zeigte sich allen voran der ungarische Forint von seiner starken Seite. Aufgrund des enormen Aufholpotenzials folgte mit einer Performance von mehr als 9% die türkische Lira. Nur unwesentlich weniger stark wertete sich die slowakische Krone auf (+7.7%). Grund hierfür war die Empfehlung der Europäischen Kommission zum Eintritt der Slowakei in die Europäische Währungsunion im Jahr 2009. Die Aufwertung des polnischen Zlotys (+5.7%) und der tschechischen Krone (+4.8%), fiel vor dem Hintergrund des verhaltenen Agierens der jeweiligen Zentralbanken dementsprechend geringer aus.

Fondsperformance

Im zweiten Quartal 2008 betrug die Performance des Fonds 6.0%. In der gleichen Zeitperiode erzielte der Vergleichsindex eine Rendite von 6.6%. Staatsanleihen aus dem Euroraum warfen in den Monaten April bis Juni eine Rendite von -3.01% ab.
Aufgrund der weiteren Eintrübung des US-Wirtschaftsausblicks und der damit verbundenen globalen Abschwächungstendenzen, blieben wir wie schon in den Vorquartalen vorsichtig positioniert, weshalb wir nur unterproportional von der Rallye an den Märkten Zentral- und Osteuropas profitieren konnten.

Quelle: Vontobel



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