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Nationale Suisse weist erfreuliches Halbjahresergebnis aus und strukturiert ihr Schweizer Geschäft neu

Kategorie: Allgemeine Infos | Eingetragen am 16. September 2009 um 07:03 Uhr

Im ersten Halbjahr 2009, das letztmals unter dem Rechnungslegungsstandard Swiss GAAP FER bewertet wird, erreicht Nationale Suisse erfreuliche Resultate:

– Deutliche Steigerung des Konzernergebnisses um 36% auf CHF 91.1 Mio. (VJ: 67 Mio.).
– Währungsbereinigt leichtes Prämienwachstum um 0.8% auf CHF 998.8 Mio. bei einer weiterhin konsequent qualitätsorientierten Zeichnungspolitik.
– Verbesserung der Combined Ratio auf 96.2% (VJ: 97.8%).
– Reduktion der Immobilienquote auf 22.7%.
– Markante Stärkung des Eigenkapitals der Gruppe um CHF 47.5 Mio. auf CHF 649.2 Mio.
– Deutliche Erhöhung der Solvency 1 Ratio auf 165.6% (gegenüber 156.1% Ende 2008).

Nationale Suisse verstärkt ihre Marktaktivitäten in der Schweiz. Alle vertrieblichen Aktivitäten werden ab 1. Oktober 2009 in der Business Unit „Multi-Kanal Vertrieb Schweiz“ zusammengefasst und von Ralph Jeitziner, dem bisherigen Leiter der Business Unit „Nicht-Personen/Vertrieb Schweiz“, geleitet. Neu in die Geschäftsleitung von Nationale Suisse nimmt Sven Cattelan Einsitz. Er führt die neu geschaffene Business Unit „Kundenservice & Nichtleben Schweiz“. Diese Business Unit umfasst alle betrieblichen Aktivitäten im Versicherungsbereich.

Erneut gutes Konzernergebnis

Der Konzerngewinn der Nationale Suisse Gruppe beträgt für das erste Halbjahr 2009 CHF 91.1 Mio. Dies entspricht einer Steigerung von 36% im Vergleich zum Vorjahreswert von CHF 67 Mio. Dieses positive Ergebnis reflektiert weitere operative Fortschritte und eine gute Rendite auf den Kapitalanlagen, welche auch die Folge der Realisierung von Gewinnen aus Immobilienverkäufen ist.

Leichtes Prämienwachstum und konsequente Umsetzung von qualitätsorientierten Underwriting-Grundsätzen

Die gebuchten Bruttoprämien betragen im ersten Halbjahr 2009 währungsbereinigt CHF 998.8 Mio. (VJ: 990.7 Mio.). Dies entspricht einem Wachstum von 0.8%. Im Vorjahr war ein Rückgang von 12.4% zu verzeichnen, wobei seinerzeit der Verkauf der französischen Tochtergesellschaft und die Einnahme einer Einmalprämie in Höhe von etwa CHF 80 Mio. in der beruflichen Vorsorge das Wachstum negativ beeinflussten. Die Prämienentwicklung in den Specialty Lines ist mit 10.4% äusserst erfreulich.

Im Bereich Nichtleben belaufen sich die ausgewiesenen Bruttoprämien auf CHF 681.1 Mio. (VJ: 685.1 Mio.) und sind im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008 um 0.6% zurückgegangen. Bereinigt um Wechselkursveränderungen (Euro) ist ein Wachstum von 1.4% zu verzeichnen (VJ: 0.2%; exkl. der 2007 verkauften französischen Einheit). Erfreulich ist das Prämienwachstum unserer europäischen Tochtergesellschaften mit währungsbereinigten 3.7%.

Die Bruttoprämien in der Lebensversicherung waren mit CHF 317.7 Mio. (VJ: 322.4 Mio.) im ersten Halbjahr 2009 um 1.5% (VJ: -15.2%) leicht rückläufig. In Originalwährung beträgt die Reduktion 0.4%. Hauptursache für den leichten Rückgang ist die negative Entwicklung in der beruflichen Vorsorge Schweiz auf Grund von tieferen Einmalprämien.

Hervorzuheben ist, dass Nationale Suisse trotz des verschärften Wettbewerbs in allen Märkten konsequent ihre auf Qualität ausgerichteten Underwriting-Prinzipien verfolgt und umsetzt und als Konsequenz bewusst auf zu tief tarifiertes Geschäft verzichten muss.

Stark verbessertes Ergebnis im Nichtlebengeschäft und erfreuliche Senkung der Combined Ratio

Das versicherungstechnische Ergebnis des Nichtlebengeschäfts konnte gegenüber der Vorjahresperiode um über 40% auf CHF 86.8 Mio. gesteigert werden. Dies liegt an operativen Verbesserungen vorab durch ein aktives Schadenmanagement, an stark verbesserten Pricingkompetenzen und an Gewinnrealisierungen aus Immobilienverkäufen. Die Combined Ratio beträgt 96.2% (VJ: 97.8%) und konnte somit um 1.6 Prozentpunkte reduziert werden.

Im Bereich Leben beträgt das versicherungstechnische Ergebnis CHF 8.2 Mio. (VJ: 10.7 Mio.). Die in die versicherungstechnische Rechnung übertragenen Kapitalerträge konnten gegenüber dem Vorjahreswert von CHF 43.4 Mio. um über 40% auf CHF 62.4 Mio. verbessert werden. Da das Anlageergebnis oft Bestandteil von Lebenprodukten ist und die Versicherten deshalb daran partizipieren, hat der Aufwand für die Überschussbeteiligung mit CHF 17.4 Mio. (VJ: 4.7 Mio.) ebenfalls deutlich zugenommen. Der Risikoverlauf entwickelt sich im Heimmarkt nach wie vor günstig.

Ausgezeichnetes Ergebnis in der Anlagetätigkeit und Reduktion des Immobilienanteils

Nationale Suisse weist erneut ein gutes Ergebnis aus dem Anlagegeschäft aus. Auf Grund des Anstieges der Veräusserungsgewinne konnte der Ertrag aus Kapitalanlagen von CHF 276.4 Mio. auf CHF 332.0 Mio. gesteigert werden. Es wurden Gewinne aus Veräusserungen von Immobilien von ca. CHF 87 Mio. (VJ: ca. 65 Mio.) erzielt, was zu einer strategiekonformen Senkung der Immobilienquote auf 22.7% geführt hat.

Stärkung der Solidität durch Erhöhung des Eigenkapitals und Erhöhung der Solvency 1 Ratio

Am Ende des ersten Halbjahres 2009 beträgt das Eigenkapital der Gruppe (vor Abzug von Minderheitsanteilen) erfreuliche CHF 649.2 Mio., was einer Steigerung von CHF 47.5 Mio. gegenüber dem 31. Dezember 2008 entspricht. Diese Entwicklung ist auf das gute Halbjahresergebnis und auf die an der diesjährigen Generalversammlung beschlossene Aktiendividende, die das Eigenkapital nur minimal belastet hat, zurückzuführen.

Die annualisierte Eigenkapitalrendite beläuft sich auf 29.4% (VJ: 23.5%). Beim Vorjahreswert war das Eigenkapital durch den hohen Bestand an eigenen Aktien reduziert. Durch den Aktienverkauf an die VHV Gruppe im November 2008 wurde die auf eigene Aktien entfallende Abzugsposition deutlich reduziert.

Als Folge der Zunahme des Eigenkapitals konnte auch die Solvency 1 Ratio deutlich von 156.1% per 31. Dezember 2008 auf ein erfreuliches Niveau von 165.6% verbessert werden. Damit ist die aus dieser Kennzahl ableitbare Risikofähigkeit von Nationale Suisse erneut gestiegen und steht im internationalen Vergleich auf einem guten Niveau.

Umstellung des Rechnungslegungsstandards auf IFRS für das Geschäftsjahr 2009

Für das Geschäftsjahr 2009 wird Nationale Suisse zum ersten Mal das Geschäftsergebnis nach dem Rechnungslegungsstandard IFRS publizieren. Der vorliegende Semesterbericht 2009 ist noch nach Swiss GAAP FER erstellt. Zwischen diesen beiden Standards bestehen zum Teil beträchtliche Unterschiede in den Rechnungslegungsgrundsätzen, insbesondere im Bereich der Kapitalanlagen. Die Semesterzahlen 2009 werden unter Anwendung von IFRS in den Jahresabschluss 2009 einfliessen. Die Umstellung hat starke Auswirkungen auf Gewinn und Eigenkapital. So werden beispielsweise die unter Swiss GAAP FER enthaltenen Gewinne aus Immobilienverkäufen von rund CHF 87 Mio. unter IFRS deutlich geringer ausfallen. Auf Grund der Umstellungseffekte ist eine Interpretation des vorliegenden Semesterergebnisses im Hinblick auf die Erwartung für das Jahresergebnis und das Eigenkapital per Jahresende nach IFRS nur eingeschränkt möglich.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2009 und Mittelfristziele

Als Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise sowie des harten Preiskampfes in der Versicherungsbranche herrschen weiterhin schwierige Marktverhältnisse. Es ist zudem davon auszugehen, dass auch die Anlagerenditen tiefer ausfallen als vor der Finanzmarktkrise.

Unbesehen dieses schwierigen Marktumfeldes wurde mit den Zahlen des ersten Halbjahres eine gute Basis für ein ansprechendes Jahresergebnis gelegt. Zu erwähnen ist, dass die Unwetter, insbesondere der Hagelzug vom 23. Juli 2009, ihren Niederschlag in den Ergebnissen des zweiten Semesters finden werden. Die daraus zu erwartende Nettobelastung beläuft sich auf CHF 7.5 Mio.

Nationale Suisse hat jeweils im Herbst Mittelfristziele bekannt gegeben. Angesichts der immer noch schwer abschätzbaren Folgen der Finanzmarktkrise und der eingetretenen Rezession wird dieses Jahr darauf verzichtet. Es kommt hinzu, dass die nach Swiss GAAP FER publizierten Ziele nicht ohne weiteres mit IFRS vergleichbar sind.

Organisatorische Änderungen im Schweizer Geschäft stärken Vertriebskraft und Effizienz

Nationale Suisse verstärkt die Anstrengungen zur Steigerung des Verkaufs und zur Erhöhung der Effizienz im Schweizer Geschäft durch folgende Massnahmen:

– Schaffung einer Business Unit „Multi-Kanal Vertrieb Schweiz“, in die alle vertrieblichen Aktivitäten in der Schweiz gelegt werden (Nationale Suisse, smile.direct, Europäische Reiseversicherung). Der Bereich hat den Auftrag, einen umfassenden Multi-Kanal-Ansatz zu implementieren und die Verkaufsprozesse effizienter zu gestalten.

– Schaffung einer Business Unit „Kundenservice & Nichtleben Schweiz“, in die alle betrieblichen Versicherungsaktivitäten von Nationale Suisse Schweiz gelegt werden (Factory-Ansatz), u.a. auch durch eine Überführung des Geschäftsfeldes „Unfall/Kranken“ (inkl. Schadenerledigung) aus der jetzigen Business Unit „Personen“. Der Bereich hat den Auftrag, weitere quantitative Verbesserungen in einem noch besser koordinierten Underwriting und in einem noch kundennäheren und professionelleren Schadenmanagement zu erzielen. Zudem wird der Kundenservice im 1st- und 2nd-Level-Support verstärkt.

Die Business Unit „Multi-Kanal Vertrieb Schweiz“ wird von Ralph Jeitziner geleitet, der bisher die Business Unit „Nicht-Personen/Vertrieb Schweiz“ führte. Neu in die Geschäftsleitung von Nationale Suisse wird per 1. Oktober 2009 Sven Cattelan berufen und mit der Leitung der neu geschaffenen Business Unit „Kundenservice & Nichtleben Schweiz“ betraut. Herr Cattelan ist seit 2001 bei Nationale Suisse tätig, unter anderem als Co-Leiter der seinerzeitigen Regionaldirektion Basel. Seit September 2005 war er innerhalb der Business Unit „Nicht-Personen/Vertrieb Schweiz“ für das gesamte Schadenmanagement verantwortlich.

Mit diesen Veränderungen avisiert Nationale Suisse einen erhöhten Kundennutzen, profitables Gesamtwachstum von 2% und einen Mehrertrag von CHF 20 Mio. bis 2012. Mit diesem Wachstumsziel wird angestrebt, 1% über dem Markt zu wachsen und somit die Stellung von Nationale Suisse in der Schweiz auszubauen.

Quelle: Nationale Suisse



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